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Prof. Dr. Werner Gitt

Abgesehen von den derzeit alles überragenden Themen Coronakrise und Klimawandel wird kaum einer anderen langlebigen Idee so viel Aufmerksamkeit gewidmet wie der Frage, ob es irgendwo in den Weiten des Universums wohl auch noch Leben gibt.

Beflügelt durch die Evolutionstheorie glaubt man weithin, dass Leben von alleine entstehen kann, wenn nur die geeigneten physikalischen und chemischen Bedingungen erfüllt sind. Die ständig wachsende Zahl von neu entdeckten Exoplaneten fördert die Spekulationen über extraterrestrisches (außerirdisches) Leben. Aus naturwissenschaftlicher und biblischer Sicht wird in dieser Schrift geprüft, ob diese Hoffnung eine Berechtigung hat.

16 Seiten, Best.-Nr. 142-0, Kosten- und Verteilhinweise


Gibt es Leben im All?

Abgesehen von den derzeit alles überragenden Themen Coronakrise und Klimawandel wird kaum einer anderen langlebigen Idee so viel Aufmerksamkeit gewidmet wie der Frage, ob es irgendwo in den Weiten des Universums wohl auch noch Leben gibt.

Beflügelt durch die Evolutionstheorie glaubt man weithin, dass Leben von alleine entstehen kann, wenn nur die geeigneten physikalischen und chemischen Bedingungen erfüllt sind. Die ständig wachsende Zahl von neu entdeckten Exoplaneten[1] fördert die Spekulationen über extraterrestrisches (außerirdisches) Leben. Aus naturwissenschaftlicher und biblischer Sicht wollen wir prüfen, ob diese Hoffnung eine Berechtigung hat.

1. Eine alte Idee mit neuem Auftrieb

Bereits in der Antike glaubte man an die mögliche Existenz außerirdischer Lebewesen aufgrund mythischer Vorstellungen. Im 17. Jahrhundert war es der bekannte niederländische Astronom und Mathematiker Christiaan Huygens (1629–1695), der es für plausibel hielt, dass es extraterrestrisches Leben geben müsse.

Als Mitbegründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung meinte er, dass es Leben im All gibt, sei wahrscheinlicher, als dass es keines gibt. Seine Idee von den „vernünftigen Mutmaßungen“ beeinflusste auch die Naturphilosophie bis in die heutige Zeit.

Einen starken Aufwind bekamen die Spekulationen über außerirdisches Leben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Darwins Evolutionstheorie an Verbreitung gewann. Diese Idee, wonach sich das Leben auf der Erde über Zeiträume von Jahrmilliarden über natürliche Mutations- und Selektionsprozesse von einfachsten Lebensformen zu immer größerer Vielfalt, höherer Komplexität und schließlich auch zu Intelligenz entwickelt haben soll, hat inzwischen den Rang einer alles beherrschenden Weltanschauung eingenommen.

So lag der nächste gedankliche Schritt quasi auf der Hand, dass es eine vergleichbare Entwicklung auch auf anderen Planeten des Universums gegeben haben könnte. Es war jedoch völlig ungewiss, ob andere Sonnen im Universum auch über derartige Planeten verfügen wie unsere Sonne. Viele Jahre gingen Astronomen davon aus, dass die Planeten, die unsere Sonne umkreisen, die einzigen im Universum sind.

Die Idee vom Leben im All bekam einen gewaltigen Schub, als es erstmals gelang, einen Exoplaneten, also einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, ausfindig zu machen. Geht es um Spekulationen über außerirdisches Leben, so haben die Planetenforscher zweifelsohne die Trumpfkarte in der Hand: Größte Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss.

Es waren die beiden Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz vom Department of Astronomy an der Universität Genf, die kleine Wackler in der Bewegung eines Sterns beobachteten. Dieses Wackeln ließ vermuten, dass ein anderer Himmelskörper mit seiner Schwerkraft diesen Stern bewegt.

Sie entdeckten etwas bis dahin Unbekanntes, nämlich, dass es sich bei dem eiernden Himmelskörper um einen Planeten handelte, der einen sonnenähnlichen Stern umrundete.

Der 6. Oktober 1995 wurde zu einem besonderen Tag in der Astronomiegeschichte, denn Mayor und Queloz gaben bekannt, dass sie den ersten Stern – abgesehen von unserer Sonne – entdeckt hatten, der einen Planeten besitzt, der ihn umkreist. Die Entdeckung des Exoplaneten 51 Pegasi b sprengte alle bisherigen Vorstellungen: Es war ein markanter Durchbruch in der astronomischen Forschung. Für diese erstmalige Entdeckung
eines Exoplaneten erhielten die beiden Astronomen Mayor und Queloz am 8. Oktober 2019 in Stockholm den Nobelpreis für Physik.

Der sonnenähnliche Stern 51 Pegasi, ein Gelber Zwerg, befindet sich mit seinem Exoplaneten 51 Pegasi b im Sternbild Pegasus und ist ungefähr 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. Bei diesem Planeten handelt es sich wahrscheinlich um einen überhitzten Gasplaneten, der im Vergleich zum Jupiter einen größeren Radius, aber nur die halbe Masse aufweist. Da er 51 Pegasi in nur 4,2 Erdentagen umkreist, ist er seinem Stern wesentlich näher als der Merkur unserer Sonne. Seine Oberflächentemperaturen werden auf immense 980 Grad Celsius geschätzt.

Das „b“ im Planetennamen Pegasi b bedeutet, dass dieser Planet als der erste entdeckt wurde, der seinen Mutterstern 51 Pegasi umkreist. Kämen noch weitere Exoplaneten desselben Sterns hinzu, dann würden sie in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Entdeckung mit „c“, „d“ und so fort benannt werden.

Seit der Entdeckung des ersten Exoplaneten machen Astronomen geradezu eine Hetzjagd auf weitere Exemplare. Man kann von einer neuen Königsdisziplin in der Astronomie sprechen, denn die fieberhafte Suche nach weiteren Exoplaneten ist in vollem Gange.

Die starke Motivation zu dieser Arbeit ist beseelt von dem Gedanken, irgendwo Leben im All zu finden.

51 Pegasus b wurde durch die so genannte Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Unter dem Einfluss der Gravitation bewegen sich Stern und Planet um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Wegen seiner wesentlich größeren Masse bewegt sich der Stern um deutlich kleinere Wege als der Planet. Aus diesen Bewegungen lässt sich auf die Existenz des Planeten schließen.

Die am häufigsten angewandte Methode zum Aufspüren von Exoplaneten ist die Transitmethode. Liegt die Umlaufbahn des Planeten aus Sicht der Erde genau vor dem Stern, dann sinkt durch diese Bedeckungen die Helligkeit ein ganz klein wenig ab. Nur durch hochpräzise Photometrie kann nachgewiesen werden, wann der Exoplanet vor seinem Zentralstern vorüberzieht.

Mit dem Stand vom 11. Mai 2019 sind bereits 4062 Exoplaneten in 3038 Systemen bekannt geworden. Die Zahl der entdeckten Exoplaneten pro Jahr hat sich seit der ersten Entdeckung von Jahr zu Jahr stetig erhöht, wie die folgenden Beispiele zeigen: 2000 (22), 2002 (31), 2007 (60), 2010 (126), 2013 (199), 2014 (846), 2016 (1474).

Die Vielfalt der Exoplaneten hinsichtlich ihrer astronomischen Kenngrößen, aber auch hinsichtlich ihrer Zahl übersteigt alles, was die Modelle der Planetenentstehung vorhergesagt haben. So kann von weiteren Erfolgen ausgegangen werden, bisher unbekannte Exoplaneten zu entdecken. Mit diesen Zahlen steigt auch die Euphorie an, bald einen erdähnlichen Planeten zu finden, der Leben beherbergt.

2. Exoplaneten in habitabler Zone

Exoplaneten, die in der sogenannten habitablen Zone liegen, sind wie ein hochkarätiger Diamant bei den Schürfern.

Mit der bewohnbaren Zone ist jener Abstandsbereich gemeint, in dem sich ein Planet von seinem Zentralgestirn befinden muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form existieren kann.

Diese habitable Zone zieht sich als Ring um den Stern und ist dabei je nach Sternentyp und Leuchtkraft näher oder weiter von diesem entfernt. In unserem Sonnensystem liegt diese habitable Zone etwa zwischen 0,95 und 1,6 Astronomischen Einheiten (AE). Mit einem Sonnenabstand von einer AE (1 AE = 149 597 870 700 Meter) liegt die Erde damit genau in dieser Zone des Lebens – ein echter Glücksfall für uns, sagen die Astronomen.

Andere Parameter, um erdähnliches Leben auf der Oberfläche des Exoplaneten zu erlauben, beziehen neben flüssigem Wasser auch Klimabedingungen mit ein. Früher ging man davon aus, dass habitable Zonen nur bei solchen Sternen möglich sind, die eine ähnliche Größe wie unsere Sonne haben. Neuerdings bezieht man auch Rote Zwerge in die Überlegungen mit ein. Das führt jedoch zu einem anderen Problem: Bei Sternen mit unter 0,5 Sonnenmassen liegt die Zone, in der sich bewohnbare Planeten befinden dürften und noch ausreichend mit Energie versorgt würden, so nahe an dem Stern, dass sich die Rotation des Planeten mit seiner Umlaufzeit synchronisiert. Das bedeutet, der Planet ist stets mit derselben Seite seinem Zentralgestirn zugewandt. Denselben Effekt kennen wir von unserem Mond, den wir von der Erde aus auch immer nur von derselben Seite sehen. In all den Fällen gäbe es keinen Wechsel von Tag und Nacht, und somit würde sich die Tagseite des Planeten zu sehr aufheizen.

Erdähnlichkeitsindex (engl. Earth Similarity Index, ESI): Diese von 0 bis 1 reichende Skala bewertet die Ähnlichkeit eines Himmelskörpers mit der Erde, wobei der Wert 1 der Erde entspricht. Dieser für Planeten und Exoplaneten entwickelte Wert wird aus dem Radius, der Dichte, der kosmischen Geschwindigkeit und der Oberflächentemperatur berechnet. Abgesehen von der Erde nimmt der Mars mit 0,697 den größten Wert innerhalb unseres Sonnensystems an.

Als erdähnliche Planeten werden Gesteinsplaneten mit einer festen Oberfläche definiert, die zudem über eine so starke Schwerkraft verfügen, dass sie eine Kugelform aufweisen. Aufgrund der mangelnden Genauigkeit und Leistungsfähigkeit der Messverfahren ist es schwierig, bei Exoplaneten eine erdähnliche Natur nachzuweisen.

3. Beispiele für erdähnliche Exoplaneten

Kepler-186f kreist um einen etwa 490 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg im Sternbild Schwan. Unter den bislang entdeckten sechs planetaren Begleitern gilt Kepler-186f als erdähnlich.

Seine Masse und auch sein Radius entsprechen dem 1,1-fachen der Erde. Für einen Umlauf um das Zentralgestirn benötigt er 130 Erdentage. Sein Abstand zum Zentralgestirn ist zwar deutlich kleiner als derjenige der Erde von der Sonne, dennoch empfängt er im direkten Vergleich weniger Energie und liegt deshalb wahrscheinlich am äußeren Rand der habitablen Zone.

Kepler-452b wurde im Juli 2015 als Exoplanet des 1800 Lichtjahre von der Erde entfernten Sterns Kepler-452 (Gelber Zwerg im Sternbild Schwan) entdeckt und besitzt eine Umlaufzeit von 385 Erdentagen. Sein Durchmesser ist um 60 % größer als der der Erde und hat die doppelte Schwerkraft. Sein Stern ähnelt sehr unserer Sonne, und Kepler-452b gilt bisher als einer der erdähnlichsten Planeten.

Trappist-1-System: Das Trappist-1-Sternensystem[2], ein Roter Zwergstern mit 40 Lichtjahren Abstand zur Erde im Sternbild Wassermann, enthält insgesamt sieben erdähnliche Planeten, deren Masse und Durchmesser denen der Erde ähneln und auf denen flüssiges Wasser vorhanden sein könnte.

Der Zentralstern ist ein massearmer Roter Zwerg. Bei den Planeten Trappist-1 e, f und g geht die NASA davon aus, dass sie sich in der habitablen Zone befinden. Der an der Entdeckung beteiligte Astronom Michaël Gillon sieht mit Trappist-1 vergleichbare Systeme als vielversprechende Kandidaten für mögliches Leben.

Exoplanet K2-18b wurde 2015 entdeckt und ist 124 Lichtjahre von uns entfernt und gilt als der bislang aussichtsreichste Kandidat bei der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems, weil er seine Bahn in der lebensfreundlichen Zone durchzieht. Das Zentralgestirn ist ein Roter Zwerg und ist im Sternbild Löwe zu finden. Mit dem Weltraumteleskop Hubble haben Astronomen auf K2-18b in 2019 erstmals Wasser in der Atmosphäre eines Planeten nachweisen können.

Als Supererde bezeichnen Astronomen Planeten mit der zwei- bis zehnfachen Erdmasse. K2-18b besitzt die achtfache Erdmasse und ist etwa doppelt so groß wie die Erde. Er umkreist seinen Roten Zwergstern mit einer Umlaufzeit von 33 Tagen und zieht dabei – von der Erde aus gesehen – regelmäßig vor seinem Zentralstern vorüber.

Nach allen bisherigen Entdeckungen von Exoplaneten muss jedoch gesagt werden, dass bisher noch kein einziger entdeckt wurde, der auch nur annähernd alle jene Bedingungen aufweist, die auf unserer Erde realisiert sind.

Unsere Erde ist wegen der vielen Parameter optimal für das Leben konzipiert.

Es seien hier nur zwölf unter vielen weiteren notwendigen Bedingungen[3] genannt:

1.            der richtige Abstand zur Sonne

2.            die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit

3.            die richtige Länge des Jahres

4.            die richtige Neigung der Erdachse

5.            die richtige Masse und Größe

6.            die einmalige Zusammensetzung der Erdatmosphäre

7.            die richtige Dichte der Atmosphäre

8.            die notwendige Ozonschicht

9.            das richtige Magnetfeld

10.          die richtige Größe des Mondes

11.          die richtige Aufteilung von Land und Meer

12.          die notwendigen Bodenschätze.

Dass sich durch Zufallsmechanismen ein solcher Planet bilden könnte, ist statistisch auszuschließen.

Nach all den oben genannten Fakten stellt sich die Frage, ob es irgendwo Leben im All geben könnte. Aus zwei Perspektiven wollen wir hierzu die Antwort geben – aus naturwissenschaftlicher und aus biblischer Sicht.

4. Leben im All? –
aus naturwissenschaftlicher Sicht

Es fällt auf, dass bei all den von Astronomen und Planetologen formulierten Bedingungen für Leben ausschließlich materielle Größen genannt werden wie z. B. Schwerkraft, Oberflächentemperatur, Existenz von Wasser und einer Atmosphäre.

Dies drückt das Gefangensein im verkürzten evolutiven Denken aus, das nur Materie kennt. Selbst wenn alle materiellen Voraussetzungen bestens erfüllt wären, könnte Leben niemals entstehen, weil die allerwichtigste Zutat – die Information – fehlt.

Die Naturgesetze der Information geben uns eine sichere Antwort darauf, ob sich in einem materiellen System überhaupt Leben entwickeln kann. Information ist die nicht-materielle Basis aller irgendwie denkbaren Lebensformen, denn mit ihrer Hilfe werden alle Baupläne gespeichert und an die nächste Generation weitergegeben.

Die vier Naturgesetze über Information (NGI)[4] lauten:

NGI-1:                   Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen.

NGI-2:                   Information ist eine nicht-materielle Größe.

NGI-3:                   In statistischen Prozessen (= Vorgänge ohne steuernde Intelligenz) kann keine Information entstehen.

NGI-4:   Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen.

Bei Beweisen[5] ist deutlich zwischen harten und weichen zu unterscheiden. Harte Beweise kennen wir von der Mathematik und von den Naturgesetzen her. So ist das Naturgesetz NGI-4 ein harter Beweis dafür, dass selbst bei allen günstigen materiellen Voraussetzungen Information niemals ohne intelligenten Sender entstehen kann. Das ist das wissenschaftliche AUS der Evolutionstheorie.

Es kommt noch eine weitere nicht-materielle Größe – das Leben – hinzu, um von einem Lebewesen sprechen zu können. Leben ist der Zustand, den alle Lebewesen gemeinsam haben und der sie von toter Materie unterscheidet. Die Essenz des Lebens – das „Lebendige“ – ist ebenso wie Information eine nicht-materielle Größe. Um hier nicht das unpräzise verwendete Wort „Leben“ zu verwenden, nennen wir diese nicht-materielle Größe das Lebendige.

Für das Lebendige können wir folgende Naturgesetze (NGL) formulieren:

NGL-1: Das Lebendige ist eine nicht-materielle Größe.

NGL-2:  Das Lebendige ist jene Größe, die den Unterschied zwischen Leben und Tod definiert.

Von dem französischen Chemiker und Mikrobiologen Louis Pasteur (1822–1895) stammt der millionenfach nachprüfbare Satz: Vivum ex vivo – Leben kann nur von Leben kommen. Damit gelangen wir zum dritten Satz:

NGL-3:  Das Lebendige kann nicht von alleine in der Materie entstehen; es braucht für seinen Ursprung eine nicht-materielle Quelle, eine Quelle des Lebens.

Diese Quelle kann nicht die Materie sein, sondern es bedarf einer intelligenten und Leben präsentierenden Quelle.

Wer diese Quelle ist, kann naturwissenschaftlich nicht beantwortet werden. Dazu bedarf es einer höheren Informationsquelle, die wir im Folgenden verwenden.

5. Leben im All? –
aus biblischer Sicht

Der Satz NGL-3 passt in seiner Aussage zur Bibel. Was aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht gefolgert werden kann, das ergänzt die Bibel[6].

In Psalm 36,10 heißt es: „Bei dir ist die Quelle des Lebens“, und in Johannes 14,6 sagt Jesus von sich: „Ich bin das Leben.“ Da ohne den Schöpfer kein Leben entstehen kann, kann auch nirgendwo im Universum Leben von selbst entstehen – in keiner habitablen Zone und auch nicht auf einem erdähnlichen Planeten, selbst wenn er dieselben atmosphärischen und planetarischen Bedingungen aufwiese, wie wir sie von unserer Erde her kennen.

So stellt sich jetzt nur noch die Frage, ob Gott wohl irgendwo sonst im Universum auch Leben installiert haben könnte. Die Bibel gibt darauf keine direkte Antwort, aber – wie so oft – können wir uns aus dem Gesamtzeugnis der Bibel eine klare Antwort erschließen.

Gott schuf zunächst nur eine wasserbedeckte Erde, die frei im Raum schwebte. Erst am 4. Schöpfungstag ergänzte Gott sein Werk durch die Sonne, den Mond und die Sterne (1. Mose 1,16). Ihre Aufgabe war es, „auf die Erde zu scheinen“ (Vers 17), d. h. ihre Zielorientierung war es nicht, andere Lebenswelten zu beherbergen, sondern alles sollte für den Menschen gemacht sein. Die Umläufe sollten zur Zeitbestimmung dienen und den Wechsel von Tag und Nacht bewirken. Weiterhin haben die Gestirne des Universums die wichtige Aufgabe, uns die Herrlichkeit Gottes und seine Schöpfermacht zu demonstrieren (Psalm 19,2; Römer 1,20). Die Bibel spricht auch über die Zukunft des Universums (z. B. Wiederkunft Jesu, Ende der Welt). Alles wird einmal zusammengerollt wie ein veraltetes Kleid (Jesaja 34,4; Offenbarung 6,14; Hebräer 1,12).

Wenn Gott auch anderswo Leben erschaffen hätte, würde er dadurch ihre Wohnstatt automatisch mit vernichten.

Fassen wir kurz zusammen: Die Naturgesetze der Information schließen eine Lebensentstehung durch Evolution völlig aus; auch der Bibel sind solche Ideen schon im Ansatz fremd. Aus dem Gesamtzusammenhang der Bibel kann geschlossen werden, dass Gott kein Leben im All installierte.

6. Leben jenseits von Raum und Zeit

Von der Bibel und von der Naturwissenschaft her gehen wir davon aus, dass es kein Leben auf anderen Planeten unseres Universums gibt. Jedoch gibt es Leben jenseits von Raum und Zeit, und damit sind jene räumlichen Dimensionen gemeint, die über unsere dreidimensionale Welt hinausgehen.

Gott, Jesus und die himmlische Engelwelt befinden sich somit jenseits unserer dritten Dimension – in welcher, wissen wir nicht. Diese für uns noch unsichtbare Realität wird von zahlreichen Aussagen der Bibel gestützt. In Psalm 139,3+5 lesen wir: „Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. ... Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Dieses vollständige Umgeben und Durchdringen von Gott ist nur möglich, wenn Gott in einer höheren Dimension lebt, die die unsere durchdringt.

Weiterhin sagt uns Gott in Jeremia 23,23+24: „Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott von ferne her? Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?“

Es gibt weder einen Ort auf dieser Erde noch eine Stelle im Universum, wo wir uns vor ihm verstecken könnten; überall ist er gegenwärtig und sieht uns. Darum heißt es in 1. Mose 16,13: „Du bist ein Gott, der mich (immer) sieht!“

7.  Überwindung der dritten Dimension

Auch wenn wir uns noch so weit mit superschnellen Raketen in dieses Universum hineinbegeben würden, könnten wir damit die dritte Dimension nicht überwinden, aber mit Gott gelingt es. Die Bibel berichtet mehrfach davon, wie einzelne Menschen zeitweise diese Grenze überwanden.

7.1 Der Blick des Stephanus in den Himmel

Apostelgeschichte 7,55-56 spricht im Zusammenhang mit der Steinigung des Stephanus: „Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.“ Gott hatte Stephanus die Augen in einer solchen Weise geöffnet, dass er in die höhere Dimension Gottes hineinschauen konnte. Die „Gardine des Ereignishorizontes“ wurde nur für ihn beiseitegeschoben, so dass er von seinem Standort vor den Toren Jerusalems direkt in den Himmel hineinsehen konnte. Der Himmel ist also nicht irgendwo jenseits des Universums, sondern direkt um uns herum, jedoch in einer anderen Dimension.

7.2  Die Auferstehung Jesu

Nach der Auferstehung Jesu war sein Leib nicht mehr mit unserem Leib vergleichbar. Er war nicht mehr an die 3. Dimension gebunden, sondern er konnte nach Belieben in unserer dreidimensionalen Welt erscheinen und wieder in die himmlische Dimension hinüberwechseln. Der Philosoph Martin Heidegger, der nicht vom Glauben her argumentierte, stellte richtig fest:

„Ist Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden, dann ist jede naturwissenschaftliche Erkenntnis vorletztlich.“

Er hatte erkannt, dass alle unsere wissenschaftliche Erkenntnis niemals der Weisheit letzter Schluss sein kann, wenn Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. In 1. Korinther 15,6 berichtet uns Paulus: „Danach ist er (= Jesus) gesehen worden von mehr als 500 Brüdern auf einmal.“ Im griechischen Grundtext ist dies Geschehnis noch genauer ausgedrückt: „Er ist sichtbar gemacht worden.“ Damit ist gesagt: Jesus war auch vorher gegenwärtig; nun aber ist er auch in unserer Dimension sichtbar gemacht worden.

7.3  Die Himmelfahrt Jesu

Die Himmelfahrt Jesu ist ein anderes Ereignis, bei der unsere dritte Dimension überwunden wurde: „Und der Herr (Jesus), nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur rechten Hand Gottes“ (Markus 16,19).

Jesus wurde also nur aufgehoben in jene für uns noch unsichtbare Dimension. In Apostelgeschichte 1,9 lesen wir: „Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.“ Und dann sagten die Engel (V. 11): „Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ Hier kommt es auf das Wort „so“ an.

Jesus wird dann bei seiner Wiederkunft in gleicher Weise aus der himmlischen Dimension hervortreten und für alle Menschen gleichzeitig sichtbar sein, unabhängig davon, ob wir in Deutschland, Australien, China oder Amerika wohnen.

7.4  Die Wiederkunft Jesu

In den Medien nimmt das Thema „Klimawandel“ einen großen Raum ein. Es beschäftigt viele Forscher und Politiker. Die Panik erfasst alle Länder der Erde.

Greta Thunberg, die damals 16-jährige schwedische Klimaaktivistin, darf im September 2019 vor der UN in einer engagierten Wutrede klagen, dass man der Jugend die Zukunft raube, und sie bekommt den Alternativen Nobelpreis. Die Wissenschaftler rechnen in Modellen den katastrophalen Temperaturanstieg, das Wegschmelzen des Eises und den Anstieg der Meeresspiegel aus.

Bei all den Zukunftsszenarien verschweigt man das größte Zukunftsereignis – die Wiederkunft Jesu.

Das ist die eigentliche Not unserer Zeit, dass dieses weltgrößte und bald stattfindende Ereignis weithin unterschlagen wird. Was für ein Erschrecken wird es für all jene geben, die ohne Jesus gelebt haben und ihn dann völlig unerwartet und plötzlich in den Wolken des Himmels als Weltenrichter erscheinen sehen!

Nach Matthäus 24,27 wird sich die Wiederkunft Jesu in einem Nu – also von einer Sekunde zur nächsten – ereignen: „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein.“ Der Herr wird augenblicklich und gleichzeitig für alle Menschen sichtbar sein. Auch derjenige, der sich dann gerade 1000 Meter unter der Erdoberfläche in einem Salzbergwerk befindet, wird ihn sehen. Für sein Sichtbarwerden gibt es keinen Hinderungsgrund. Es wird so sein, wie bei seiner Himmelfahrt: „...und (sie) werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Matthäus 24,30).

Im Lukasevangelium wird deutlich, dass es zum Zeitpunkt der Wiederkunft des Herrn auf der einen Erdhälfte Tag und auf ihrer entgegengesetzten Seite Nacht sein wird: „In jener Nacht werden zwei auf einem Bett liegen; der eine wird angenommen, der andere wird verworfen werden. … Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden.“ (Lukas 17,34+36). Auf dem Felde arbeitet man normalerweise am Tage. Wie präzise die Bibel doch ist: Da wird es gleichzeitig Tag und Nacht geben, je nachdem, an welcher Stelle der rotierenden Erde wir uns dann gerade befinden.

Das sagen wir hiermit auch all den Nachfolgern jener Verschwörungstheorie, die trotz aller gesicherten naturwissenschaftlichen und biblischen Erkenntnisse behaupten, wir leben auf einer flachen Erde.

Ausführlicheres zu diesem
Thema gibt es als Video:
www.wernergitt.de/zeit

8. Eine neue Wohnung für uns

Jesus sagt in Johannes 14,2 zu seinen Nachfolgern: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?“ Diese Wohnungen befinden sich jenseits der dritten Dimension und sind von Jesus als ewiger Aufenthaltsort in der himmlischen Welt geplant. Durch seine Aussage „Kommet her zu mir“ (Matthäus 11,28) sind wir alle dorthin eingeladen. Nur ein einziger Weg führt in dieses Vaterhaus, und der ist Jesus: „Wer an den Sohn (Gottes) glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 3,36a). Der zweite Teil dieses Verses verschweigt nicht die Alternative: „Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das (ewige) Leben nicht sehen“ (3,36b). Der kluge Rat kann nur sein: Wenden Sie sich noch heute an diesen ewigen König und Retter Jesus Christus und laden Sie ihn in einem Gebet ein, die Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Folgen sie ihm dann konsequent, indem Sie das tun, was das biblische Wort Ihnen sagt.

Wir laden Sie auch ein, die Angebote auf dem beigefügten Gutschein zu nutzen. Sie helfen Ihnen, mehr über das Leben mit Jesus Christus zu erfahren.

Direktor und Professor a. D.
Dr.-Ing. Werner Gitt

 

[1]              Ein Exoplanet ist ein Planet, dessen Bahn um einen anderen Stern als unsere Sonne läuft. Ein Planet ist definiert als ein Himmelskörper, dessen Bahn sich speziell um unsere Sonne befindet und dass er über eine so große Masse verfügt, dass er durch die eigene Gravitation eine runde Form bilden kann.

[2]              https://www.eso.org/public/germany/news/eso1805

[3]              W. Gitt: Signale aus dem All – Wozu gibt es Sterne?, CLV-Verlag, 4. Auflage 2004, S.157–170

                Download über: wernergitt.de/signale

[4]              [4] W. Gitt: Information – Der Schlüssel zum Leben. CLV-Verlag Bielefeld, 6. Auflage 2018, S. 162–204

                Download über: wernergitt.de/information

[5]              [4] S. 472–476

[6]              Anhand der über 3000 erfüllten Prophetien der Bibel kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit nachgewiesen werden. Dieser Prophetisch-mathematische Gottesbeweis ist in [4] S. 294–314 ausführlich dargelegt. Siehe auch: Ameise ins Quadrat (Video, 5 Min.):  wernergitt.de/ameise