Dr. Heinrich Derksen

Haben Sie schon einmal den Wunsch gehabt, mit jemand anderem zu tauschen? Der Rollentausch, der an Weihnachten geschah, ist das größte Geschenk, das Gott dieser Welt gemacht hat. Heinrich Derksen erklärt in dieser Verteilschrift, worin dieser Rollentausch besteht und welche Bedeutung der für uns hat.

Diese Verteilschrift ist besonders zur Verbreitung in der Weihnachtszeit geeignet.

6 Seiten, Best.-Nr. 39-0, Kosten- und Verteilhinweise



Der größte Rollentausch

Erinnern Sie sich noch, wie Sie sich als Kind gern verkleideten und in die Rolle von Tieren, Gestalten oder anderen Personen schlüpften? Ich hatte meistens bestimmte Lieblingsfiguren, in die ich mich verwandeln wollte. Bei Computerspielen übernehmen Kinder heute gern die Rolle von Helden, Kämpfern oder Sportlern. Sie tauchen ab in eine andere Welt. Von Schauspielern hörte ich, dass sie sich ganz in die Rolle der Person hineinversetzen, die sie spielen wollen. Nur so können sie authentisch wirken.

Haben Sie schon einmal den Wunsch gehabt, mit jemand anderem zu tauschen?

Vielleicht wünschten Sie sich mehr Geld, mehr Ansehen oder mehr Macht. Wenn wir mit jemanden tauschen wollen, dann jedoch immer nur mit Personen, denen es besser geht als uns selbst. Wer möchte schon freiwillig mit einem Flüchtling oder einem Asylanten tauschen? Auch mit einem hungernden Kind oder mit jemanden, der im Gefängnis misshandelt wird, will niemand tauschen.

Auf solch einen Rollentausch verzichten wir gern. Doch an Weihnachten geschah genau das! Weihnachten ist der größte Rollentausch der Geschichte.

Gott wurde Mensch! Der Schöpfer wurde ein Geschöpf. Der Herrscher des Universums wurde zu einem Untergebenen. Er, durch dessen allmächtiges Wort die Welt entstand, musste laufen, lesen, schreiben und rechnen lernen. Jesus hatte Hunger und Durst. Er wurde müde, hatte Angst, war traurig, zornig und verzweifelt. Er wurde zur Sünde versucht wie jeder andere Mensch, doch er blieb sündlos. Und schließlich starb der König aller Könige schuldlos am Kreuz auf Golgatha für die Sünden der Welt.

Der Weg von Jesus Christus, dem Messias, führte von der Krippe zum Kreuz. Genau damit sorgte er für die Rettung der ganzen Welt. Ohne diesen Rollentausch wäre die Welt für immer verloren! Doch aufgrund von diesem Rollentausch kann er, der Messias uns retten. Die Bibel sagt (Philipper 2,7-8):

„Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich noch mehr; im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich, er starb am Kreuz wie ein Verbrecher.“

Warum ging Jesus freiwillig diesen schweren Weg?

Es gab keinen anderen Weg, jeden einzelnen von uns von der Schuld, die wir auf uns geladen haben, zu befreien. Aus Liebe nahm Jesus unsere Schuld auf sich. Ist Gott unbarmherzig, wenn er über unsere Vergehen nicht hinwegsieht?

Ich wurde von der Polizei angehalten, weil ich im Auto nicht angeschnallt war. Ich erklärte dem Polizisten, dass ich mich sonst immer anschnalle. Außerdem fuhr ich im Stau so langsam, dass für mich keine Gefahr bestand. Es half nichts. Weil ich dieses eine Mal nicht angeschnallt war, musste ich ein Bußgeld bezahlen. Genauso können wir unsere Sünde Gott gegenüber nicht mit guten Taten wieder gut machen. Wir alle haben aufgrund unserer Schuld den ewigen Tod verdient. Daher brauchen wir jemanden, der sündlos ist und für uns eintritt. Wir brauchen jemanden, der bereit ist, unsere Rolle zu übernehmen und für unsere Sünden zu sterben. Da es nun unter uns keinen sündlosen Menschen gibt, hat Gott selbst in Jesus Christus diese Rolle übernommen. Wir brauchen jemanden, der bereit ist, unsere Rolle zu übernehmen und für unsere Sünden zu sterben.

Ein Zeichen der Liebe!

Ich habe von einem Richter gehört, der seinen Sohn verurteilen musste. Im Gerichtssaal waren alle gespannt, ob er bei seinem Sohn ein milderes Urteil fällen würde. Als der Richter den Urteilsspruch verlas, waren alle zutiefst erstaunt. Das Urteil fiel sogar härter aus als erwartet. Doch dann zog der Richter seine Robe aus, ging auf seinen Sohn zu und sagte:

„Mein Sohn, diese Strafe hast du verdient. Aber ich bin bereit, die Strafe für dich zu übernehmen! Geh, du bist ein freier Mann!“

Was für ein Zeichen der Liebe! Der Vater tauschte die Rolle mit seinem Sohn und nahm die verdiente Strafe seines Sohnes auf sich. Genau das hat Jesus für uns getan. Somit ist Weihnachten nicht nur ein Rollentausch, sondern auch Gottes größter Liebesbeweis für uns Menschen. Jesus, Gottes Sohn, wurde Mensch. Er nahm die verdiente Strafe der ganzen Menschheit auf sich und starb stellvertretend für uns alle am Kreuz von Golgatha.

Ist damit jeder Mensch automatisch mit Gott versöhnt und gerettet?

Nein! Gott erwartet von jedem einzelnen, dass er dieses Geschenk der Errettung dankbar annimmt. Wenn Sie dies tun möchten, dann bitten Sie Jesus zunächst um die Vergebung aller Ihrer Sünden und nehmen Sie ihn als Herrn in Ihr Leben auf. Jeder, der diesen Weg geht, wird ein Kind Gottes und erhält ewiges Leben. Darüber lesen wir in Johannes 1,12 folgendes:

„All denen jedoch, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“

Der Rollentausch, der an Weihnachten geschah, ist das größte Geschenk, das Gott dieser Welt gemacht hat.

Hat dieser Rollentausch eine Bedeutung für Sie? Haben Sie das Geschenk der Errettung schon angenommen? Christen singen weltweit zur Weihnachtszeit:

„O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, O Christenheit!“

Wenn Sie an Weihnachten dieses Lied hören oder vielleicht auch selber singen, dann stellen Sie sich die Frage: „Habe ich Jesus um die Vergebung meiner Sünden gebeten? Bin ich mit Gott versöhnt?“ Wenn Sie das bejahen können, dann haben auch Sie einen Rollentausch erlebt. Sie lebten einst ohne Gott, sind aber durch Jesus Christus ein Kind Gottes geworden. Nach diesem Leben werden Sie bei Gott im Himmel sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie auf dieses Geschenk dank des größten Rollentauschs verzichten wollen. Ich auf jeden Fall nicht!

Dr. Heinrich Derksen