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Peter R. Dommel

Verteilschrift für Kinder

»Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich gestorben bin? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Kann ich ewiges Leben bei Gott bekommen?«Solche Fragen habe ich mir schon immer gestellt, auch als ich klein war und noch gar nicht in die Schule ging.

Als dann mein Freund bei einem Unfall ums Leben kam, wurden mir diese Fragen noch wichtiger. Dabei habe ich gemerkt, dass man nie richtig zufrieden ist, selbst wenn man alle möglichen Sachen hat. Wenn du dieses Heft aufmerksam liest, wirst du lernen, was die Bibel uns dazu zu sagen hat und wie man sich selber auf die Ewigkeit vorbereiten kann.

16 Seiten, Best.-Nr. 41-0, Kosten- und Verteilhinweise


Ohne Moos nichts los

Sicherlich hast du dir schon einmal vorgestellt, wie es sein würde, wenn du einen Riesenhaufen Geld zur Verfügung hättest. Etwa so wie der Besitzer des Goldesels im Märchen oder wie bei Dagobert Duck in Entenhausen. Was könnte man da nicht alles kaufen!

Als ich neulich die Kinder fragte, was sie denn anschaffen würden, kamen die unterschiedlichsten Antworten: ein eigenes Reitpferd, ein Fahrrad mit 24 Gängen, einen eigenen Computer mit ganz vielen Spielen, ganz viele Barbies, eine Dauerkarte für den VFL Wolfsburg und so manche andere schöne Dinge.

Seien wir aber mal ganz ehrlich: Was passiert oft mit den neu gekauften Sachen? Klar, wenn sie nicht kaputt gehen, liegen sie doch bald in der Ecke rum und werden nicht mehr beachtet. Und dann muss wieder was Neues her.

Gekaufte Freundschaft

Hast du eigentlich schon bemerkt, dass man für Geld auch nicht alles kaufen kann? Ich kannte mal einen Jungen in der Schule. Der hatte eigentlich keine richtigen Freunde, wollte aber gern beachtet werden und die Aufmerksamkeit der anderen auf sich ziehen. Dem ist es dann durch einen Trick gelungen, den Kaugummiautomaten an der Bushaltestelle bei uns im Dorf leer zu machen. Dadurch hatte er die Taschen so voll mit Kaugummis, dass er nicht mehr wusste, wohin mit den Kugeln. Und plötzlich wollten alle Kinder im Schulbus seine Freunde sein. Sie hielten ihm Sitzplätze frei, luden ihn zum Fußball ein und boten sogar an, seine Schultasche zu tragen. Aber meinst du, das waren echte Freunde? Sonst haben sie ihn ja auch links liegen gelassen! Bloß weil er Kaugummis zu verschenken hatte, war er nun überall beliebt. Als die Kaugummis dann alle waren, war es mit den Freundschaften auch vorbei.

  • Ein richtiger Freund ist aber ein Freund, der einem auch in der Not beisteht.
  • Ein richtiger Freund geht mit mir durch Dick und Dünn und lässt sich nicht mit Kaugummi oder sonst was kaufen.
  • Ein richtiger Freund hält zu mir und ich zu ihm auch ohne Moos in der Tasche!

Es ist einfach entmutigend, wenn man beim Sport immer als Letzter in die Mannschaft gewählt wird. Da bräuchte man jemanden, der zu einem hält und einen wieder aufmuntert, auch ohne Gegenleistung.

Geld oder Leben!

Zu Jesus kam einmal ein junger Mann. Der hatte zwar die Taschen nicht voll Kaugummis, dafür aber voll Geld. Keine Ahnung, wo er das her hatte. Vielleicht geerbt oder was weiß ich. Ist auch egal. Wichtiger ist, dass er das Eine kapiert hatte: Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann ich nicht mit Geld kaufen. Deshalb machte der junge Mann sich ernsthaft Gedanken über das Leben nach dem Tod und fragte sich: »Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich gestorben bin? Gibt es ein Leben nach dem Tod?« Und: »Kann ich ewiges Leben bei Gott bekommen?«

Er war eigentlich schon ein recht guter Mensch. Er stahl keine Kaugummis; brauchte er ja auch nicht bei seinem vielen Geld. Er war zu Hause bei seinen Eltern meistens ein braver Junge. Er half sogar der alten Oma über die Straße. Nur von einem ewigen Leben bei Gott hatte er null Ahnung. Und er hatte große Angst vor dem Tod.

Sicherlich wundern wir uns, warum sich ein junger Mensch Gedanken über das Sterben und das Leben nach dem Tod macht. Das hat doch noch Zeit bis später. Dazu will ich dir sagen: Als ich 10 Jahre alt war, wurde ein Junge aus der Nachbarschaft am unbeschrankten Bahnübergang vom Zug erfasst. Und als ich seinen toten Körper dort so auf den Gleisen liegen sah, da habe ich mir aber ganz schnell über mein Leben Gedanken gemacht und mich gefragt, wo der Mensch eigentlich nach dem Tod hinkommt.

In dieser Situation tat der junge Mann aus der Bibel das einzig Richtige: Er fragte Jesus. Er dachte sich: »Eigentlich mache ich doch nichts falsch und Gott müsste mich doch in sein Reich einlassen.« Jesus sagte ihm, dass es für ihn da keine Probleme geben würde, wenn er immer alle Gebote Gottes gehalten hat. »Klar«, antwortete der junge Mann, »von klein auf habe ich immer alle Gebote Gottes gehalten.«

An dieser Stelle möchte ich mal nachhaken und fragen, ob das auch wirklich so gewesen sein kann, denn das ist ja kaum vorstellbar. Nehmen wir nur mal einen Zeitraum von einem Jahr an. Nie gelogen, nie gestohlen? Vielleicht. Aber wie sieht es mit den Sünden seines Herzens aus? Nie neidisch gewesen, nie schlecht über andere gedacht? Wohl kaum! Jesus wusste das und stellte ihn gleich auf die Probe, als er ihm sagte: »Wenn du so ein toller Mensch bist, dann musst du nur noch eins tun: Vergiss deine Millionen! Gib alles den Armen und komm mit mir!«

Aha, hier wurde was klar, denn der junge Mann kniff. »Wie bitte? Meine ganze Knete soll ich hergeben? Nein, auf keinen Fall, noch nicht einmal für Gott!« Damit wurde deutlich, dass er die Probe nicht bestanden hatte. Auch er war nicht ohne Fehler und konnte Gott nicht immer gehorsam sein, wie er es von sich selbst behauptet hatte. Er glaubte echt, dass ohne Moos nichts los sei. Sein Sparbuch war ihm doch wichtiger als die Freundschaft zu Jesus. Aber er konnte nicht beides haben und entschied sich für das Geld und damit auch gegen Jesus. Das war aber keine gute Wahl und in der Bibel, im 19. Kapitel des Buches Matthäus, steht dazu, dass er traurig von Jesus wegging.

Jetzt bist du gefragt

Kannst du das verstehen? Was hättest du getan? Keiner von uns kann von sich sagen, dass er immer alles richtig gemacht hätte. Sicherlich haben wir nicht alle gestohlen, geflucht oder gar heimlich geraucht. Und wenn du vielleicht 8 Jahre alt bist, hast du bestimmt noch nicht so viel Böses angestellt wie einer, der 80 Jahre alt ist. Aber irgendetwas haben wir alle auf dem Kerbholz – auch mit 8 Jahren.

Damals am Anfang der Zeit im Paradies haben die beiden ersten Menschen, die Adam und Eva hießen, eine Frucht gepflückt und gegessen. Das hatte Gott ihnen aber verboten. Von dem Zeitpunkt an haben alle Menschen viele Millionen Male Gottes Gebote gebrochen und sich damit gegen ihn aufgelehnt.

Wenn das aber so ist, wie sollen wir als Menschen, die wir uns von Gott entfernt haben, ewiges Leben bei Gott bekommen? Gott ist absolut gerecht und heilig und kann deshalb keinen Menschen, der seine Gebote bricht, in seiner Gegenwart dulden.

Jesus hat dazu einmal gesagt, dass es für ein Kamel einfacher wäre, durch ein Nadelöhr zu kriechen als für uns in den Himmel zu Gott zu kommen. Selbst wenn wir uns von jetzt an vornehmen würden, nur noch gut zu sein, so könnten wir unsere schlechten Taten der Vergangenheit doch nicht ausradieren und wieder gutmachen. Und weil Gott so absolut gerecht ist, muss er auch unsere bösen Taten, die schon lange zurückliegen, bestrafen.

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht ist, dass Gott uns trotzdem lieb hat. Stell dir mal folgendes vor: Du hast eine Strafe verdient, aber dein großer Bruder sagt, dass er dich so sehr lieb hat, dass er die Strafe für dich auf sich nehmen will. Wenn du mit diesem Angebot einverstanden bist, wird dein Bruder an deiner Stelle bestraft. Du aber gehst straffrei aus. Wäre das nicht eine tolle Sache?

Siehst du, genau das hat Jesus für uns getan. Er war absolut unschuldig. Er war der Einzige, der sich nie gegen Gott versündigt hatte. Und so konnte er – wie ein großer Bruder – auch unsere Strafe bezahlen, als er am Kreuz an unserer Stelle starb. Das ist etwas, was nur ein echter Freund für uns tun würde und daran sehen wir, dass Jesus auch unser Freund sein möchte.

Wenn Jesus unsere Strafe aber schon bezahlt hat, brauchen wir nicht noch einmal bestraft werden und können in sein Reich aufgenommen werden. Die einzige Bedingung dafür ist, dass wir damit einverstanden sind, dass er für uns bezahlt hat und dieses Geschenk annehmen. Man kann dieses Angebot Gottes nämlich auch ausschlagen. Viele Menschen sagen: »Was interessiert mich schon Jesus?« Sie lehnen die Einladung zum ewigen Leben bei Gott ab. Wenn wir auch so denken, dann wird es uns nichts nützen, dass Jesus für uns gestorben ist.

Wir sollten stattdessen zu ihm gehen und ihm sagen, dass wir ihm dankbar sind für das, was er für uns getan hat. Sei schlau und tu das am besten gleich jetzt.

Du kannst mit folgenden Worten beten:

»Lieber Herr Jesus, heute komme ich zu dir, weil ich weiß, dass ich Dinge in meinem Leben getan habe, die nicht mit deinen Geboten übereinstimmen. Ich möchte dir sagen, dass mir das alles nun echt leid tut. Ich bitte dich, dass du mir alle meine Sünden vergibst und ich möchte dir jetzt mein Leben schenken. Bitte, komm in mein Leben und hilf mir von nun an so zu leben, wie du es haben möchtest. Ich bitte dich darum, dass du mir ewiges Leben bei dir schenkst. Amen.«

Wenn du das getan hast, feiern die Engel im Himmel vor Freude ein Fest und auch ich würde mich von Herzen darüber freuen.

Teile uns doch mit, wenn du dich entschieden hast, ein Leben mit Jesus zu führen. Fülle einfach den nebenstehenden Aufgabenzettel aus und schicke ihn an uns zurück. Wir werden dir gern antworten. Wir beten dafür, dass du die richtige Entscheidung triffst.

Peter R. Dommel