Berichte aus der Arbeit von Wilhelm Pahls

Es gibt eigentlich nur wenige Menschen, die mit einer „lebendigen Hoffnung“ in die Ewigkeit gehen. Doch genau das durfte ich in letzter Zeit wieder einige Male erleben.

Meine letzten drei Predigten habe ich in kurzen Abständen bei Beerdigungen gehalten. Alle drei Heimgegangenen kannte ich sehr gut. Kurz vor diesen drei Erlebnissen hatten wir einen anderen Glaubensbruder zu Grabe getragen. Alle vier Christen lebten und starben mit dieser „lebendigen Hoffnung“.

Wie gern erinnere ich mich an das ungewöhnlich reiche Leben einer einseitig gelähmten Glaubensschwester. Sie freute sich auf den Himmel, auf Gottes neue Welt.

Und wie überreich war auch das Leben der Frau meines besten Freundes in der Schweiz. Wiederholt hatte sie vor ihrem Tod gesagt, dass sie sich auf den Himmel freue. Solche Beerdigungen sind eher eine Sieges- als eine Trauerfeier.

„Unsere geliebte Mutter konnte heute um 0:40 Uhr ruhig und getrost einschlafen.“ Die Nachricht kam mitten in der Nacht. Ich habe erst einmal geweint, doch dann habe ich Jesus für sein gewaltiges Werk im Leben der Heimgegangenen gedankt. Welch ein Segen war sie für viele gewesen!

Zwei Tage später starb ein lieber Glaubensbruder aus unserer Gemeinde. Er und einige andere aus der Familie hatten sich bei mir bekehrt. Während seiner schweren Krankheit hatte ich ihn öfter besucht. Wir sprachen kaum über seine Krankheit, aber viel über Gottes neue Welt. Dabei strahlte er und sagte wieder und wieder: „Ich freue mich auf den Himmel!“

Sie alle sind jetzt nicht mehr bei uns. Sie sind in der Ewigkeit. Was wir zu Grabe getragen haben, war immer nur ihre sterbliche Hülle. Gott hat uns Menschen für die Ewigkeit gemacht, unsere Zeit hier ist nur ein Sprungbrett!

In letzter Zeit habe ich viel über den Himmel nachgedacht. Wenn dieser Körper, der doch vergeht, schon so wunderbar funktioniert, wenn diese Erde, die doch vergeht, mit all dem Schönen, so wunderbar ist, dass wir manchmal nicht weiter gehen, sondern gern noch länger bleiben und genießen möchten – wie muss dann erst Gottes neue Welt, Gottes neue Schöpfung sein!

„Was kein Auge gesehen, was kein Ohr gehört, was kein Mensch sich vorstellen kann – das hat Gott bereitet, denen die IHN lieben“ (1. Korinther 2,9).

Jesus sagte: „Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten“ (Johannes 14,2).

„Ich werde wiederkommen und euch zu mir nehmen“ (Johannes 14,3).

„Ihr sollt meine Herrlichkeit sehen, die mir der Vater gegeben hat“ (Johannes 17,24).

Ich denke an einen älteren Glaubensbruder, der am Grab seiner verstorbenen Ehefrau laut rief: „Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen! – Am andern Ufer, da gibt es kein Leid. Am andern Ufer, da herrschet nur Freud‘. Am andern Ufer, da weint man nicht mehr. Am andern Ufer, da wohnt unser Herr!“

Wie reich sind doch die Erlösten! Sie sind Menschen, die durch eine klare Bekehrung und Wiedergeburt zur Heilsgewissheit gekommen sind und Menschen, deren Namen im Himmel angeschrieben sind. Sie sind Erben Gottes, Miterben Jesu Christi.

In Psalm 90,10a lesen wir: „Unser Leben währet 70 Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s 80 Jahre ...“

Ich selbst bin schon über 80 – laut Bibel im „hohen Alter“. Einige werden etwas älter. Viele sterben viel früher. Martin Luther sagte: „Bereit sein zum Sterben ist die größte Kunst des Lebens!“

Und auch in Psalm 90,12 steht: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

In den Augen Moses ist der ein kluger Mensch, der sich aufs Sterben vorbereitet. Unser irdisches Leben dauert im Schnitt nur 70 bis 80 Jahre. Die Ewigkeit hingegen hört nie auf! Das muss man sich einmal vorstellen: Entweder ewig gerettet oder ewig verloren. Wie reich sind doch die Erlösten!

Jesus betete: „Vater ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast“ (Johannes 17,24).

Es gibt so herrliche Lieder über den Himmel, besonders von Paul Gerhardt. Sie gehören mit Abstand zu meinen liebsten.

„O wär ich da, o stünd’ ich schon, du großer Gott vor deinem Thron und trüge deine Palmen – so wollt’ ich nach der Engel Weis’ erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen.“

Das sind keine frommen Märchen. Das sind Tatsachen!

„Wenn sich dereinst mein Pilgerlauf vollendet, wenn all mein Tun vollendet hier wird sein, dann weiß ich: Droben ist ein Heim für mich bereitet, wo mich mein Gott wird ewiglich erfreu’n.“

Nächte gibt es im Himmel nicht mehr. Es ist ein Lichtmeer, eine Herrlichkeit, die unser irdisches Auge nicht fassen könnte. Dort sind die Erlösten, deren Triumph den Himmel erfüllt, Sänger, die in überirdischen Melodien die Ehre ihres Schöpfers besingen, wunderbare Chöre – völlig glücklicher Menschen – die ihrem Erlöser Ehre, Lob und Dank darbringen. Heiliges Land!

„Wenn er die Erlösten sammelt aus den Völkern, aus den Stämmen – wir dann stehen voller Staunen vor dem Throne seiner großen Herrlichkeit.“

Eingeladen sind wir alle! Wirst Du dabei sein? Wirst auch Du dabei sein?

Wilhelm Pahls [Echo Aug.-Sept. 2016]

"Wenn wir beten, arbeitet Gott!" So hieß mein Thema bei der Männerfreizeit.

Bei meiner Ankunft sagte man mir, ich müsste nicht auf die Uhr sehen und es sei ein (nur ein) einziger unbekehrter Teilnehmer da. Beides habe ich sehr interessiert aufgenommen. Dann habe ich 1 Stunde und 35 Minuten gesprochen, natürlich 10 Minuten richtig "evangelisiert" - für den einen. Danach ging ich in den Seelsorgeraum und wartete betend auf den einen. Und er kam und erlebte eine klare Bekehrung. Dafür bin ich gern nach Wesendorf gefahren.

Wie sagte doch Spurgeon?: "Es geht eigentlich nur darum, dass Menschen in den Himmel kommen!" Es war ein sehr guter Abend. Das Beste war natürlich die eine Bekehrung! Danke für alle Gebete!

Wilhelm Pahls

Am Sonntagmorgen, 21. Februar 2016, konnten wir mit dem ersten von zehn evangelistischen Vorträgen von Wilhelm Pahls starten. Weitreichende Vorbereitungen waren vorausgegangen.

Es begann ein halbes Jahr vor der Evangelisation mit einem wichtigen Vorbereitungstreffen. Wilhelm Pahls sprach über die Voraussetzungen für eine gesegnete Evangelisation. Dann wurde viel gebetet, teilweise unter Fasten. Plakate wurden gedruckt und in der ganzen Stadt ausgehängt. Die Genehmigung für die Straßen-Einlade-Aktionen unter der Woche wurde eingeholt. An die Sanitäter musste gedacht werden. Alle umliegenden Stadtteile wurden mit Tausenden von Einladungen und dem Traktat „Die wichtigste Entscheidung im Leben“ versorgt. Viele Einladungen wurden persönlich weitergegeben, Übersetzungstools einprogrammiert, Lieder eingeübt, Kuchen gebacken und vieles mehr.

Am Samstag vor der Evangelisation fand eine Gebetsstunde zusammen mit dem Evangelisten, seinen drei Begleitern und der Gemeinde statt. Außer Christian Kutsch waren auch Edgar Lück und Oliver Schönberg als Evangelistenbegleiter dabei. Ihre Aufgabe bestand vor allem in den täglichen Straßeneinsätzen, im Zeugnisgeben, im Gebet und in Gesprächen während der Evangelisation. Jeweils eine Stunde vor dem eigentlichen Programm trafen sich viele Gläubige zum gemeinsamen Gebet. Manche beteten sogar während der ganzen Versammlung.

Wie froh waren wir, das sich bei jeder der elf Versammlungen Menschen zu Jesus Christus bekehrten. Es ist immer ein Wunder zu sehen, dass sich ein Mensch, der vorher in der Sünde gefangen war, aufmacht, sein Leben dem HERRN JESUS übergibt und ein neues Leben erhält.

Die Freude war groß, wenn nach den langen Gesprächen im Seelsorgeraum eine Schar von bekehrten und wiedergeborenen Personen aus dem Raum kam. Viele Wartende stimmten dann das Lied zur Begrüßung an: „Ich bin entschieden zu folgen JESUS, niemals zurück, niemals zurück!“.

Am Montagmorgen nach der Evangelisation trafen wir uns als Gemeindeleitung zu einem Resümee-Frühstück und konnten nichts anderes tun, als unserem GOTT für alles Erlebte den gebührenden Dank zu bringen. Es wurden Menschen gerettet und die Gemeinde wurde in ihrem Glauben gestärkt. Aber es bleibt auch die Not, dass sich noch mehr hätten bekehren können und dass noch viele Menschen fern von GOTT in dieser Welt leben – ohne Hoffnung und ohne ewiges Leben.

Christian Dannat [Echo April-Mai]