Berichte aus der Arbeit von Werner Gitt

Vom 13. bis 23. April 2017 war ich zu einer Vortragsreise in verschiedenen Großstädten Japans. Beginnend in Osaka ging es über Kobe nach Yokohama und Tokio. Die Reise wurde von Jürgen Böck, einem deutschen Ingenieur, der 14 Jahre lang in Japan gelebt hatte, organisiert und begleitet. Außerdem war unsere Tochter Rona dabei sowie Minoru, ein Japaner (siehe Foto), der alle Vorträge vom Englischen ins Japanische übersetzte.

Zum Spektrum der Veranstaltungen gehörten Vorträge in Gemeinden, an einer Universität, bei einer Pastorenkonferenz und einem ganztägigen Seminar zum Thema Schöpfung. Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolution war insofern bedeutsam, als 90 Prozent der japanischen Pastoren sich (leider!) am Evolutionsgedanken orientieren. Am Ostersonntag standen drei Predigten auf dem Programm, wobei zwei ins Japanische und die andere ins Koreanische übersetzt wurden. Alle Vorträge waren biblisch zentriert mit mancherlei wissenschaftlichen Bezugnahmen und setzten immer einen evangelistischen Schlusspunkt.

Hörer bezeugten, dass sie viel Neues gehört hätten. Die meisten Japaner/innen bekehrten sich nach einer gut besuchten Abendveranstaltung, bei der sieben Personen zum Gespräch und Gebet zurückblieben (siehe Foto). Möge auch dieser Einsatz in Japan bleibende Frucht im Reiche Gottes bewirken.

Werner Gitt [Echo, Juni 2017]

Prof. Werner Gitt bei der Evangelisationsveranstaltung in Bielefeld. Foto: Viktor Sawatzki
Prof. Werner Gitt bei der Evangelisationsveranstaltung in Bielefeld. Foto: Viktor Sawatzki

Bielefeld (idea) – Viele Menschen haben ein falsches Bild von Gott. Diese Meinung vertrat der Evangelist und frühere Direktor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Werner Gitt (Braunschweig), während einer Evangelisationsveranstaltung vor über 4.000 Besuchern in Bielefeld. Jede Sichtweise von Gott, die nicht auf sorgfältigem Lesen der Bibel gründe, sei „schon im Ansatz falsch“. Das gelte auch für die oberflächlichen Vorstellungen vieler Christen vom „lieben Gott“, den es nach dem Zeugnis der Bibel nicht gebe. Aus der Heiligen Schrift könne man stattdessen lernen, dass Gott „zwar ein Gott der Liebe, aber auch des Zorns“ sei. Sein Wirken sei für Menschen oft unverständlich. Trotzdem sollten Christen es immer gutheißen. Gitt: „Gott erwartet von uns nicht, dass wir seine Taten verstehen. Sein Wort verstehen wir ja auch nicht immer. Aber er erwartet, dass wir sie annehmen.“ Veranstalter der Evangelisationsvortragsreihe, die vom 10. bis 16. Oktober stattfand, war die Mennoniten-Gemeinde Bielefeld. Zu den sieben Vorträgen von Gitt kamen jeweils über 4.000 Besucher. Sie wurden außerdem vom Radiosender Segenswelle (Detmold) per Internetradio live an 7.000 Endgeräte in 50 Ländern übertragen. Die Mennoniten-Gemeinde Bielefeld hat 3.000 Mitglieder in Bielefeld, Leopoldshöhe, Schloß Holte-Stukenbrock und Rheda-Wiedenbrück. Sie ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur geistlichen Unterstützung unter Mennoniten (AGUM). Die Mennoniten gehören zur Täuferbewegung, die – im Gegensatz zu den Volkskirchen – Menschen nur taufen, die ein persönliches Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen. Sie benennen sich nach dem friesischen Prediger Menno Simons (1496–1561). Ihre selbstständigen Gemeinden sind in verschiedenen Dachverbänden organisiert. Große Zusammenschlüsse sind neben der AGUM etwa die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft der Mennonitischen Brüdergemeinden in Deutschland.

Quelle: ideaSpektrum, 17. Oktober 2016 - Mit freundlicher Genehmigung