Erlebnisse 2016

Als ich heute Morgen erwachte, war mir, als ob ich in der Ferne einen Chor singen hörte – ein wunderbares Lied. In einem Vers heißt es:

Welch ein Tag wird das sein,
wenn einst Jesus mich ruft heim,
meinen Heiland ich dann seh,
der aus Gnaden mich ersehn.
Und Er nimmt mich bei der Hand,
führt mich ins verheiß’ne Land.
Welch ein Tag, glorreicher Tag wird das sein!

Advent bedeutet zunächst einmal, dass wir der Geburt Jesu gedenken. Dann erinnert der Advent auch daran, dass Christen die Wiederkunft Jesu Christi erwarten sollen. Es ist interessant, dass wir viermal Advent feiern. Warum eigentlich? Unsere Väter haben sich dabei etwas gedacht, denn Jesus kommt tatsächlich 4-mal.

Das 1. Mal kam er als Kind in der Krippe.
Das 2. Mal kam er als der Auferstandene mit einer Siegesmeldung und einem großen Auftrag für seine Jünger.
Das 3. Mal kommt er zur Entrückung seiner Gemeinde.
Das 4. Mal kommt er zum Weltgericht am Jüngsten Tag.

Das nächste große Ereignis für uns ist also die Wiederkunft Jesu zur Entrückung der Gemeinde. Ja, darauf warten wir sehnsüchtig! Wirst Du dabei sein? Eingeladen sind alle! O, wie reich sind die Menschen, die durch Bekehrung und Wiedergeburt zur Heilsgewissheit gekommen sind und darum freudig und erwartungsvoll ihrem Herrn entgegengehen.

Während dieses Echo in die Häuser kommt, predige ich gerade in der Stadtmission in Kapstadt (Südafrika) in der großen Hoffnung, dass wieder einige zu Jesus finden.

Wilhelm Pahls [Echo, Dez. 2016]

Es gibt eigentlich nur wenige Menschen, die mit einer „lebendigen Hoffnung“ in die Ewigkeit gehen. Doch genau das durfte ich in letzter Zeit wieder einige Male erleben.

Meine letzten drei Predigten habe ich in kurzen Abständen bei Beerdigungen gehalten. Alle drei Heimgegangenen kannte ich sehr gut. Kurz vor diesen drei Erlebnissen hatten wir einen anderen Glaubensbruder zu Grabe getragen. Alle vier Christen lebten und starben mit dieser „lebendigen Hoffnung“.

Wie gern erinnere ich mich an das ungewöhnlich reiche Leben einer einseitig gelähmten Glaubensschwester. Sie freute sich auf den Himmel, auf Gottes neue Welt.

Und wie überreich war auch das Leben der Frau meines besten Freundes in der Schweiz. Wiederholt hatte sie vor ihrem Tod gesagt, dass sie sich auf den Himmel freue. Solche Beerdigungen sind eher eine Sieges- als eine Trauerfeier.

„Unsere geliebte Mutter konnte heute um 0:40 Uhr ruhig und getrost einschlafen.“ Die Nachricht kam mitten in der Nacht. Ich habe erst einmal geweint, doch dann habe ich Jesus für sein gewaltiges Werk im Leben der Heimgegangenen gedankt. Welch ein Segen war sie für viele gewesen!

Zwei Tage später starb ein lieber Glaubensbruder aus unserer Gemeinde. Er und einige andere aus der Familie hatten sich bei mir bekehrt. Während seiner schweren Krankheit hatte ich ihn öfter besucht. Wir sprachen kaum über seine Krankheit, aber viel über Gottes neue Welt. Dabei strahlte er und sagte wieder und wieder: „Ich freue mich auf den Himmel!“

Sie alle sind jetzt nicht mehr bei uns. Sie sind in der Ewigkeit. Was wir zu Grabe getragen haben, war immer nur ihre sterbliche Hülle. Gott hat uns Menschen für die Ewigkeit gemacht, unsere Zeit hier ist nur ein Sprungbrett!

In letzter Zeit habe ich viel über den Himmel nachgedacht. Wenn dieser Körper, der doch vergeht, schon so wunderbar funktioniert, wenn diese Erde, die doch vergeht, mit all dem Schönen, so wunderbar ist, dass wir manchmal nicht weiter gehen, sondern gern noch länger bleiben und genießen möchten – wie muss dann erst Gottes neue Welt, Gottes neue Schöpfung sein!

„Was kein Auge gesehen, was kein Ohr gehört, was kein Mensch sich vorstellen kann – das hat Gott bereitet, denen die IHN lieben“ (1. Korinther 2,9).

Jesus sagte: „Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten“ (Johannes 14,2).

„Ich werde wiederkommen und euch zu mir nehmen“ (Johannes 14,3).

„Ihr sollt meine Herrlichkeit sehen, die mir der Vater gegeben hat“ (Johannes 17,24).

Ich denke an einen älteren Glaubensbruder, der am Grab seiner verstorbenen Ehefrau laut rief: „Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen! – Am andern Ufer, da gibt es kein Leid. Am andern Ufer, da herrschet nur Freud‘. Am andern Ufer, da weint man nicht mehr. Am andern Ufer, da wohnt unser Herr!“

Wie reich sind doch die Erlösten! Sie sind Menschen, die durch eine klare Bekehrung und Wiedergeburt zur Heilsgewissheit gekommen sind und Menschen, deren Namen im Himmel angeschrieben sind. Sie sind Erben Gottes, Miterben Jesu Christi.

In Psalm 90,10a lesen wir: „Unser Leben währet 70 Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s 80 Jahre ...“

Ich selbst bin schon über 80 – laut Bibel im „hohen Alter“. Einige werden etwas älter. Viele sterben viel früher. Martin Luther sagte: „Bereit sein zum Sterben ist die größte Kunst des Lebens!“

Und auch in Psalm 90,12 steht: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

In den Augen Moses ist der ein kluger Mensch, der sich aufs Sterben vorbereitet. Unser irdisches Leben dauert im Schnitt nur 70 bis 80 Jahre. Die Ewigkeit hingegen hört nie auf! Das muss man sich einmal vorstellen: Entweder ewig gerettet oder ewig verloren. Wie reich sind doch die Erlösten!

Jesus betete: „Vater ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast“ (Johannes 17,24).

Es gibt so herrliche Lieder über den Himmel, besonders von Paul Gerhardt. Sie gehören mit Abstand zu meinen liebsten.

„O wär ich da, o stünd’ ich schon, du großer Gott vor deinem Thron und trüge deine Palmen – so wollt’ ich nach der Engel Weis’ erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen.“

Das sind keine frommen Märchen. Das sind Tatsachen!

„Wenn sich dereinst mein Pilgerlauf vollendet, wenn all mein Tun vollendet hier wird sein, dann weiß ich: Droben ist ein Heim für mich bereitet, wo mich mein Gott wird ewiglich erfreu’n.“

Nächte gibt es im Himmel nicht mehr. Es ist ein Lichtmeer, eine Herrlichkeit, die unser irdisches Auge nicht fassen könnte. Dort sind die Erlösten, deren Triumph den Himmel erfüllt, Sänger, die in überirdischen Melodien die Ehre ihres Schöpfers besingen, wunderbare Chöre – völlig glücklicher Menschen – die ihrem Erlöser Ehre, Lob und Dank darbringen. Heiliges Land!

„Wenn er die Erlösten sammelt aus den Völkern, aus den Stämmen – wir dann stehen voller Staunen vor dem Throne seiner großen Herrlichkeit.“

Eingeladen sind wir alle! Wirst Du dabei sein? Wirst auch Du dabei sein?

Wilhelm Pahls [Echo Aug.-Sept. 2016]

"Wenn wir beten, arbeitet Gott!" So hieß mein Thema bei der Männerfreizeit.

Bei meiner Ankunft sagte man mir, ich müsste nicht auf die Uhr sehen und es sei ein (nur ein) einziger unbekehrter Teilnehmer da. Beides habe ich sehr interessiert aufgenommen. Dann habe ich 1 Stunde und 35 Minuten gesprochen, natürlich 10 Minuten richtig "evangelisiert" - für den einen. Danach ging ich in den Seelsorgeraum und wartete betend auf den einen. Und er kam und erlebte eine klare Bekehrung. Dafür bin ich gern nach Wesendorf gefahren.

Wie sagte doch Spurgeon?: "Es geht eigentlich nur darum, dass Menschen in den Himmel kommen!" Es war ein sehr guter Abend. Das Beste war natürlich die eine Bekehrung! Danke für alle Gebete!

Wilhelm Pahls