Erlebnisse von Wilhelm Pahls 2013

Samstag und Sonntag (28.-29.09.2013) waren Stefan und ich in einer Baptistengemeinde in Gensingen/Bad Kreuznach. Die Gemeinde hat 160 Mitglieder.

  • Samstagnachmittag hatten wir ein wichtiges Mitarbeitertreffen mit ca. 50 Teilnehmern.
  • Samstagabend folgte ein Motivationsgottesdienst mit ca. 120 Besuchern.
  • Sonntagvormittag folgte ein evangelistischer Gottesdienst. Da hatten wir wohl so ca. 180 Zuhörer.

Während der ganzen Predigt hatte ich einen großen inneren Kampf. “Soll ich nach der Predigt nach vorn rufen oder – wie ich es meist mache – einfach nur zur Seelsorge einladen.”
Erst während wir das Lied sangen “Jesus, zu Dir darf ich so kommen, wie ich bin ...”, hatte ich den festen Eindruck, ich sollte beim 2. Vers nach vorn rufen. Und dann geschah etwas Wunderbares: Mehrere kamen nach vorn. Nachher hatte ich 12 im Seelsorgeraum. Sechs davon haben eine klare Bekehrung erlebt, die anderen wollten etwas ordnen und ihr Leben neu Jesus weihen. Für zwei Männer in den mittleren Jahren wurde schon sehr lange gebetet. Die Freude war riesengroß.

Als wir nachher aus dem Seelsorgeraum kamen, wurden wir in der großen Vorhalle von ca. 25 Gemeindegliedern empfangen mit dem Lied: “Ich bin entschieden, zu folgen Jesus ...” Dann folgten Umarmungen mit vielen Freudentränen. Es war einfach wunderbar.
Ich danke allen, die für den Einsatz gebetet haben, ganz, ganz herzlich dafür. Ihr habt einen großen Anteil an der Frucht.

Wilhelm Pahls

Während ich diesen kleinen Bericht schreibe, evangelisiere ich im Zelt der Barmer Zeltmission in Elmshorn. Diesmal sind Christian Kutsch und Viktor Schneider meine Evangelisten-Begleiter. Wir verbringen viel Zeit miteinander – vor allem im Gebet. Beide tun hier einen ganz wertvollen Dienst. Aber auch hier gehen meine Gedanken immer wieder zurück nach Mexiko.

Freude und Glück

In unserm Einsatz in Cuauhtémoc kamen 130 Personen zu mir in die Seelsorge, um ganze Sache mit Jesus zu machen, beim Einsatz in La Honda waren es 90. Außerdem gab es viele weitere Seelsorgegespräche mit anderen Mitarbeitern. Die Freude war riesengroß.

Trauer und Schmerz

Schon im Vorfeld gab es viel Ablehnung. Das Zelt wurde angezündet. Mitarbeiter wurden bedroht. Ich auch. Einer wurde schrecklich verprügelt. Feinde der Evangelisation haben klar formulierte Forderungen. Z.B. verlangen sie einen sofortigen Baustop. Ab sofort sollen keine Predigt-CDs mehr weiter gegeben werden.

Die Gemeinde hat aber gerade 70 000 Leer-CDs gekauft. Die sollen – mit meinen Botschaften versehen – im Land verteilt werden.

Kürzlich wurde ein weiterer Mitarbeiter überfallen und ganz furchtbar zusammen geschlagen. Mit schweren Verletzungen – auch im Gesicht- kam er bewusstlos ins Krankenhaus. Man hätte ihn wohl totgeschlagen, wenn nicht im letzten Augenblick Hilfe gekommen wäre.

Meine Bitte an alle ECHO-Leser: Betet für die Gemeinden in Mexiko, besonders für die vielen Neubekehrten.

Wilhelm Pahls 

vom 12.03.-28.03.2013 | Termine und weitere Infos

Wer den ganzen Bericht lesen möchte, sollte möglichst unten bei Di., 12.03.2013 beginnen. 

Lieber Hizni, lieber Johannes und lieber Edgar,

auch Euch Dreien möchte ich auf diesem Weg noch einmal ganz, ganz herzlich für Eure Mitarbeit danken. Euer Einsatz bei den Kindern, bei den Jungschärlern, bei den Jugendlichen, in den Schulklassen und in unserer Wohngemeinschaft war einfach großartig.

Die vielen gemeinsamen Stunden beim Essen, Beten, Austausch und Reisen waren so wertvoll – auch für mich. Ich wünsche Euch von Herzen für Eure weiteren Wege Gottes gute Führung und seinen reichen Segen.

Euer Wilhelm

Hier noch ein Auszug aus einer E-Mail zum Mitfreuen, die ich vor Kurzem erhielt: „Heute kam ein Mann zu uns und hat sich bekehrt. Wir glauben, dass durch die Evangelisation ein Feuer angezündet wurde und sich noch viele bekehren werden. Überall reden die Leute noch von dieser Evangelisation. Nochmal, vielen Dank für Eure Zeit und Hingabe für diesen Dienst in Mexico!“

Mi., 27.03.2013

Wieder einmal bin ich beim Kofferpacken. Die Heimreise ist immer die schönste Reise. Ich freue mich auf zu Hause. Aber ich freue mich auch riesig über die wertvollen Erfahrungen, die wir in Mexiko machen konnten.

Zum Abschluss unseres Einsatzes in La Honda durften wir einen Gemeindetag im Naturschutzpark Sierra Organos miterleben. Die Gemeinde war schon öfter dort, doch so viele Teilnehmer, wie diesmal hatte es noch nie geben. Nach 1 1/2 Stunden Fahrt wurde alles aufgebaut, auch die vielen mitgebrachten Stühle und sogar eine Verstärkeranlage und dann konnte ich meine Predigt über „Gottes unbegreifliche Liebe“ halten. Es sollte eine Predigt für die Gemeinde sein. Aber ein Evangelist kann fast nicht anders, als an irgendeiner Stelle auch daran zu erinnern, dass es ohne Bekehrung und Wiedergeburt keinen Eingang ins Reich Gottes gibt und auch zum seelsorgerlichen Gespräch einzuladen.

Ich kann kaum beschreiben, was nach dem Gottesdienst alles an Fleisch vom Grill und an Leckereien und Getränken angeboten wurde. Es war ein Festessen ganz besonderer Art. Danach machten sich viel auf zu einer Kletterpartie oder zu einer Wanderung, während andere in Gruppen zusammen saßen und den Nachmittag genossen. Nur ich konnte an all dem nicht teilnehmen, weil ich während der ganzen Zeit mit Seelsorge beschäftigt war.

Das Schönste war für mich die Bekehrung einer Mexikanerin, die zum ersten Mal in einer solchen Versammlung war. Natürlich brauchte ich einen Übersetzer. Als ich fragte, ob nicht noch jemand aus ihrer Familie die Predigt mitgehört hätte und vielleicht auch meine Erklärungen hören sollte, lief sie los und holte ihre rüstige Mutter und ihre erwachsene Tochter mit ihrem Sohn. Plötzlich hatte ich vier Generationen von mir. Während der Kleine in der Nähe spielte, tat der Herr ein großes Werk an den Dreien. Welch ein Erlebnis, als schließlich alle drei nacheinander laut für ihre Errettung dankten. Das Foto darf ich allen zeigen, obwohl ich es hauptsächlich für Johanna gemacht hatte. Sie soll ich herzlich grüßen, aber auch Deutschland und die Schweiz. Welch ein herrlicher Abschluss. Unsere Herzen sind voller Dank.

So, jetzt will ich weiter packen, denn morgen wollen wir unsere lange Heimreise antreten. Noch einmal danke ich allen Betern und wünsche allen des Herrn reichen Segen.

Euer Wilhelm

Di., 26.03.2013

Nun liegt auch der letzte Abend in La Honda hinter uns. Gestern habe ich noch einmal zur Bekehrung aufgerufen und nach vorn eingeladen. Wir waren einfach überwältigt. Wenn man bedenkt, wie mühsam der Start und wie schlimm die Anfeindungen hier waren. Am Montag konnte ich 21 Personen zum Herrn führen. Die ergreifenden Dankgebete, die strahlenden Gesichter, das dann folgende Lied der ganzen Gemeinde und die nicht enden wollenden Umarmungen haben mich wieder tief berührt. Ich glaube, von der Gemeinde war kaum einer nach Hause gegangen, obwohl es fast Mitternacht wurde. Alle wollten den „Empfang“ der Neubekehrten nach der Seelsorge miterleben. Wieder durften wir uns über viele ganz konkrete Gebetserhörungen freuen.

Heute werden wir ein Gemeindefest an einem besonders schönen Platz haben und man hofft, dass viele – vielleicht auch einige Unbekehrte – daran teilnehmen können. Die Kinder haben sogar schulfrei. Ich möchte über Gottes unbegreifliche Liebe predigen. Jetzt bin ich gespannt auf unsere letzte Versammlung in Gottes freier Natur in den Bergen von La Honda.

Allen Homepage-Lesern, die in diesen Tagen für uns gebetet haben, danke ich auch ganz, ganz herzlich,

Euer Wilhelm

Ergänzung

Gestern waren wir bei einer armen Familie zum Mittagessen. Das Ehepaar ist erst kurze Zeit bekehrt. Sie haben, bis jetzt 2 Kinder, das dritte ist unterwegs. Sie brennen für Jesus.

Am Sonntag waren sie mit ihrem 5-jährigen Sohn irgendwo bei Ungläubigen (eigentlich Feinden der Evangelisation) zu Besuch. Während sie mit ihnen zusammen saßen, haben die Schulkinder Alkohol getrunken. Dann haben die Kinder und der Onkel dem 5-jährigen Jungen so viel von dem süßen, hochprozentigen Getränk gegeben, dass der total betrunken war. Das geschieht bewusst. Das Alkoholproblem unter den Schulkindern und Jugendlichen ist ganz furchtbar. Aber es wird sogar von den Eltern gefördert. Wenn ein 12-jähriger da nicht mitmacht, wird er sogar von den eigenen Eltern getadelt. Das Trinken gehört zum Erwachsenwerden. Wir waren entsetzt, als wir von dem gestrigen Vorfall erfuhren. 

Mo., 25.03.2013

Vor 52 Jahren habe ich meine 1. Predigt gehalten, in den vielen Jahren habe ich manch eine abenteuerliche Begegnung gehabt, aber was ich hier z.Zt. erlebe, übertrifft tatsächlich alles bisher Erlebte.

Sicher hat der Teufel eine große Wut auf uns und hier findet er viele willige Mitarbeiter. Auf der Fahrt zur Versammlungsstätte sahen wir viele Jugendliche auf den Straßen und Plätzen – Jungen und Mädchen – mit Mengen alkoholischer Getränke. Viele sind kaum 12 Jahre alt. Der Widerstand gegen unsere Arbeit hat sich immer mehr zugespitzt. Viele Eltern geben ihren 12-jährigen Kindern sogar Geld, damit sie sich Alkohol kaufen können und ermutigen sie, uns zu stören. Einige haben heute gedroht und gesagt, dass sie alle falschen Propheten kaputt machen würden.

Während der Chor sang, fiel plötzlich die Stromversorgung aus. Dann geht nicht nur das Licht aus, sondern auch alle elektrischen Geräte wie z.B. die Verstärkeranlage fallen dann aus. Das wiederholte sich dann noch einige Male, auch während der Predigt. Sie hatten an einem Verteilerkasten auf der Straße etwas demoliert. Mitten in der Predigt gab es plötzlich einen ohrenbetäubenden Lärm. Etwas explodierte, dann flogen viele Steine, Scheiben gingen zu Bruch. Die Besucher zuckten zusammen. Ich habe weiter gepredigt, als wenn nichts geschehen wäre und bald hingen die Zuhörer wieder an meinen Lippen.

Am Schluss geschah etwas Überwältigendes. Während der Chor sang “So wie ich bin, so muss es sein ...” habe ich nach vorn gerufen. Und stellt Euch vor: 40 Personen kamen in die Seelsorge, um sich für Jesus zu entscheiden. Und wieder blieb fast die ganze Gemeinde erwartungsvoll in der Halle zurück, um nach der Seelsorge den Neubekehrten ein Überraschungslied zu singen. Viele lagen sich dann in den Armen. Sicher war heute Abend große Freude im Himmel, aber auch in La Honda.

Wir danken dem Herrn für seinen Segen, aber auch allen Freunden, die betend hinter uns stehen.

Euer Wilhelm

So., 24.03.2013

Hinter uns liegt ein wunderbarer Gottesdienst. Nach der Predigt blieben sieben zurück, um sich zu bekehren. Fast die ganze Gemeinde wartete, bis ich mit den Neubekehrten aus dem Seelsorgeraum kam. Dann ertönte wieder das Lied „Ich bin entschieden, zu folgen Jesus ...“ und danach gab es viele Umarmungen mit einer Riesenfreude.

Jetzt warten wir auf die nächste Versammlung. Ach, wenn wir doch nur viel mehr Unbekehrte erreichen könnten. Wie froh bin ich, dass in diesen Tage so viele Freunde im Gebet an uns denken.

Als wir heute Mittag vom Gottesdienst kamen, waren schon wieder viele junge Leute auf den Straßen. Sonntag ist ja der Sauftag. Mitten auf der Straße, die wir immer benutzen, lag eine zerschmetterte Bierflasche und andere Abfälle. Wie gut, dass wir uns dem Herrn anbefehlen können.

Während wir hier in La Honda sind, gehen meine Gedanken oft zurück zu den 130 Bekehrten in Cuauhtémoc. Wie es da wohl weiter geht? Heute Morgen hörte ich, dass dort drei Mitarbeiter von den Feinden der Evangelisation irgendwo hin gerufen wurden. Dann wurde einer von den dreien verprügelt. Er bekam Faustschläge ins Gesicht, dann warfen sie ihn zu Boden und schlugen ihn mit Riemen. Die andern beiden standen daneben und konnten nichts für den Bruder tun, denn die Peiniger waren in der Überzahl. Dann wurde der Name eines Bruders genannt, den sie sich als Nächsten vornehmen wollen. Sie drohen allen, die es wagen, ihre Leute einzuladen.

Gruß, Wilhelm

So., 24.03.2013

Heute habe ich eine bessere Botschaft. Welch ein Tag! Am Samstag um 6:30 Uhr waren wir schon im Gemeindehaus. Ich hatte den Eindruck, dass alle Männer der Gemeinde da waren. Zuerst habe ich mehr als eine Stunde über Gebet gepredigt und die Männer motiviert, dann hatten wir eine Gebetsgemeinschaft in Gruppen und danach ein gutes Frühstück. Tagsüber gab es weitere Treffen zum Gebet und natürlich auch am Abend vor der Versammlung.

Der Besuch hat wieder zugenommen. Zum ersten Mal habe ich nach der Predigt nach vorne gerufen. Das ist schon ergreifend, wenn starke Männer weinend vor der Kanzel stehen. 17 Personen haben sich heute für Jesus entschieden. Als ich gegen 23:00 Uhr mit den Neubekehrten aus dem Seelsorgeraum kam, wurden wir im Saal praktisch von der ganzen Gemeinde mit einem Lied empfangen. “Ich bin entschieden zu folgen Jesus” tönte es aus vielen Kehlen. Es schien mir, dass kaum einer nach Hause gegangen war. O, diese Umarmungen und Freudentränen – es war einfach gewaltig. Der Herr ist treu. IHM sei die Ehre!

Mit großem Dank für alle Gebete und lieben Grüßen,
Euer Wilhelm

Sa., 23.03.2013

Wie gern würde ich heute gern von großen Siegen berichten, doch das Gegenteil ist der Fall. Gestern Abend bin ich sehr traurig heimgekehrt. Am zweiten Abend war der Besuch schwächer als am ersten. Und ich denke, dass wir am dritten Abend noch weniger Gäste hatten. Wir erreichen kaum Unbekehrte. Der Widerstand nimmt zu. In der größten alteingesessenen Gemeinde, zu der die meisten Menschen dieser Gegend gehören, hat man die Leute gewarnt und ihnen gesagt, ich sei der Antichrist und man solle auf gar keinen Fall die Versammlungen besuchen. Die Angstbotschaft macht nun die Runde.

Am Samstagmorgen treffen wir uns mit den Männern der Gemeinde schon um 6:30 Uhr. Ich habe eine Predigt zum Thema “Gebet”, dann werden wir eine Gebetsstunde haben und zusammen frühstücken. Wie es wohl weiter geht? Wir hatten doch so Großes erwartet. Vielleicht geschieht es noch. Danke für Eure Gebete!

Herzlichst, Wilhelm

Fr., 22.03.2013

Die Evangelisation ist in aller Munde. Es hat viele Warnungen vor dem „Irrlehrer aus Deutschland“ gegeben. Manche Eltern haben ihren erwachsenen Kindern den Besuch der Veranstaltungen verboten. Sogar bekehrte Leute werden unter Druck gesetzt. Im Vorfeld hat es sogar Drohungen gegeben. Heute Abend wurde sehr gestört. Ständig kamen junge Leute in die Halle, nahmen sich Kopfhörer, hörten einige Minuten zu und verließen dann wieder den Saal. Das wiederholte sich viele Male. Draußen wurde einiges demoliert.

Es gibt hier eine ganz traurige “Mode”: Donnerstag (heute) und Sonntag sind Saufabende. Warum gerade an diesen beiden Abenden, konnte mir niemand erklären. Die Straßen sind dann voller junger Menschen. Einige fahren ständig mit ihren Autos hin und her, von einem Platz zum andern und machen Radau. Sogar viele Mädchen nehmen an dem gottlosen Treiben teil. Dabei fließt viel  Alkohol. Manche Bürger bleiben aus dem Grunde am Donnerstag um am Sonntag lieber zu Hause. Das alles treibt uns aber noch mehr ins Gebet.

Edgar hat sich sehr erkältet. Seit heute Mittag liegt er im Bett. Für Freitag sind eigentlich vier Einsätze geplant. Vielleicht muss Edgars wichtiger Beitrag verschoben werden. Wir sind so froh darüber, dass in diesen Tagen so viele für uns beten.

Herzlichen Dank, Euer Wilhelm

Do., 21.03.2013

Gestern haben wir mit dem ganzen Team in zwei Autos 800 km zurückgelegt und sind wohlbehalten in La Honda angekommen. Wir haben hier ein Haus für uns und sind recht gut untergebracht. Die erste Nacht haben wir jetzt hinter uns. Wir haben alle vier gefroren. Das Haus hat keine Heizung. Heute bringt uns jemand kleine Heizkörper für unsere Schlafzimmer. Auch hier sind wir über 2000 m ü/M. Am Tag klettert das Thermometer auf über 30 Grad, nachts wird es recht kühl, aber es bleibt immer über 0 Grad. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt hier eine Stunde weniger, also nur noch 7 Stunden.

Die junge Gemeinde hat – meine ich – auch schon so um die 80 Mitglieder. Die Halle fasst gut 300 Personen. Wir hoffen, dass sie sich in diesen Tagen füllt. Hinter der Halle steht ein Zelt für die Kinderarbeit. Der erste Abend liegt nun hinter uns. Es war eine Versammlung für die Gemeinde - zum Kennenlernen und zur Motivation. Extra für die Evangelisation haben sie einen Chor gegründet. Ihr Auftritt hat mir sehr gefallen.

Heute beginnt auch die Kinderarbeit, tagsüber in 2 Schulklassen und am Abend im Zelt. Gerade hatten wir eine längere Gebetszeit und ich spüre, dass wirklich alle voller Erwartung sind. Ich hoffe, dass ich Euch bald von wunderbaren Siegen berichten kann.

Ganz herzliche Grüße aus La Honda, Wilhelm       

Mi., 20.03.2013

Am letzten Abend der Evangelisation kamen beim Aufruf 16 Personen nach vorn, um sich für Jesus zu entscheiden. Außerdem bekehrten sich noch über 30 in Gesprächen mit anderen Mitarbeitern. Im ganzer kamen ca. 130 Personen zur Bekehrung. Dem Herrn sei Dank und alle Ehre!

Wir sind jetzt unterwegs nach La Honda, wo heute Abend eine Vorbereitungsversammlung stattfinden wird und am Donnerstag beginnt die nächste Evangelisation.

Gruß aus der Ferne, Wilhelm

Di., 19.03.2013

Inzwischen liegt auch der zweitletzte Abend, der Montagabend, hinter uns. Wir hatten einen über alle Erwartungen guten Besuch. Die Besucher nehmen z.T. weite Wege in Kauf. Wir hatten bereits Leute im Zelt, die über 200 km gefahren waren. Heute hat Edgar - als letzter von den Dreien - ein ergreifendes Zeugnis gegeben und als Bekenntnis noch ein Lied gesungen.

Die Leute hängen mir an den Lippen. Sicher sind sehr viele Zuhörer noch nicht bekehrt. Heute kamen 18 zu mir in die Seelsorge, um den entscheidenden Schritt über die Grenze zu tun. Als wir nachher aus dem Seelsorgeraum kamen, erwarteten uns draußen mindestens 150 Leute mit einem ergreifenden Lied. Und wieder gab es nicht enden wollende Umarmungen und viele Freudentränen. Der Herr ist treu! ER erhört Gebet.

Meine 3 Co-Evangelisten sind tüchtig im Einsatz. Am Montag arbeiteten sie mit 3 Altersgruppen und am Abend war wieder Kinder-Evangelisation. Wie froh bin ich, dass sie bei mir sind. Am Sonntag hatten sie allein bei dem Jugendtreffen über 200 Teilnehmer.

Das große Zelt ist in aller Munde. Es steht direkt an einer Autobahnausfahrt und wird jeden Tag von vielen Tausenden gesehen. Es wird rund um die Uhr bewacht - nachts von einigen Polizisten. Nach dem Brandanschlag hat es keine weiteren Störungen gegeben. Nur noch zwei Tage und dann liegt der erste große Einsatz in Mexico schon hinter uns. Am Mittwoch werden wir uns also auf die Reise machen (800 km), um dann 7 Tage in La Honda zu evangelisieren.

Liebe Grüße, Wilhelm

Mo., 18.03.2013

Am Sonntag hatten wir ein besonders volles Programm: Kinderversammlung, Evangelistischer Gottesdienst, Jungschartreffen, Jungendversammlung mit über 200 Jugendlichen und die Evangelisation.

Wir freuen uns sehr über die 22 Bekehrungen. Die Umarmungen und Freudentränen bewegten uns tief. Gleichzeitig haben wir den Eindruck, dass es irgendwo klemmt. Wir hatten eigentlich viel mehr Entscheidungen erwartet. Der Besuch war heute am stärksten. Ich denke, dass viele unbekehrte Besucher im Zelt waren, aber den Weg in den Seelsorgeraum haben viele einfach noch nicht geschafft. Vielleicht schenkt der Herr uns noch einen größeren Durchbruch!

So., 17.03.2013

Am Samstag lag ein harter Tag hinter mir. Um fünf Uhr ging es raus und um sechs hatten wir eine Männergebetsstunde. Obwohl die junge Gemeinde erst 90 Mitglieder hat, konnten wir über 60 Männer begrüßen. Und wie sie beteten! - Die Erwartungen sind groß. Dann folgte ein reichhaltiges Frühstück in einem mexikanischen Restaurant. Der gläubige Besitzer hat alles spendiert.

Dann ging es zurück zur Kirche. Dort erwartete mich ein fast volles Haus. Fast eine Stunde sprach ich dann über das Thema „Gebet“. Selten hatte ich aufmerksamere Zuhörer. Am Abend folgte die dritte Predigt im großen Zelt, während meine drei Begleiter wieder eine gesegnete Kinder-Evangelisation durchführten. 16 Personen kamen heute zur Bekehrung.

Am Sonntag habe ich sogar zwei evangelistische Vorträge im Zelt. Leider ist Dienstag schon der letzte Abend. Dann geht es 800 km weiter nach La Honda. Eigentlich sollte ich hier weiter machen können – mindestens 2 Wochen.

Ihr lieben Homepagebesucher, ich danke Euch ganz, ganz herzlich für Eure Gebete!

Euer Wilhelm          

Sa., 16.03.2013

Unser Zelt steht in Cuauhtémoc im Bundesland Chihuahua. Es ist das größte in Mexico und liegt über 2.000 Meter ü.M. Am Tage klettert die Temperatur über 20 Grad. Ich habe nur blauen Himmel und nie eine einzige Wolke gesehen. Doch sobald die Sonne untergegangen ist, wird es schnell kalt und die Temperatur sinkt auf null oder sogar unter null Grad.

Am ersten Abend haben viele Zeltbesucher – besonders die Sänger im Chor - sehr gefroren. Sie hatten meinen Rat, das Zelt besonders am ersten Abend gut zu heizen, nicht so ernst genommen. Es ist doch wichtig, dass es sich am Anfang schnell herumspricht, dass es im Zelt angenehm warm ist.

Die Chance wurde leider vertan. Außerdem hat die Übertragung ins zweite Zelt - wegen Krankheit eines Technikers - überhaupt nicht funktioniert. Wir waren dann sehr in Sorge. Werden die Leute überhaupt wieder kommen? Heute hatten wir ein gut geheiztes Zelt und die Übertragung mit Bild und Ton klappte bestens. Trotz der anfänglichen Pannen hatten wir heute sogar etwas mehr Besucher als am ersten Abend.

Während des Tages bekehrten sich bereits 6 Personen und am Abend waren es 10. Wir erwarten aber noch einen sehr viel größeren Durchbruch. Meine 3 Co-Evangelisten tun einen ganz wertvollen Dienst bei den Kindern. Ich habe den Eindruck, dass sie von allen sehr geschätzt werden.

Wir sind gerade von der Abendversammlung nach Hause gekommen. Die Nacht wird kurz. Um 6.00 Uhr haben wir eine Männergebetsstunde, um 7.00 Uhr gibt es ein Männerfrühstück und um 9.00 Uhr habe ich eine Predigt zum Thema “Gebet”.

Liebe Grüße, Wilhelm

Fr., 15.03.2013

Nun liegt der 1. Abend im neuen Zelt bereits hinter uns. Meine 3 Evangelisten-Begleiter hatten heute zwei sehr gute Einsätze mit Kindern und ich konnte das erste Mal im großen Zelt predigen. So etwas gab es hier noch nie. Das Zelt ist in aller Munde.

Die Gemeinde ist erst vier Jahre  alt, hat aber schon 90 Mitglieder. Fast die ganze Gemeinde war auf der großen Bühne im Chor. Trotzdem hatte ich vor mir am ersten Abend schon über 1000 Besucher. Auf meine Einladung hin zur Seelsorge kamen 8 Personen, um sich zu bekehren. Es gab aber noch weitere Bekehrungen. Zwei Personen bekehrten sich schon am Tag.

Was werden uns die nächsten Tage wohl bringen? Ich bin so froh, dass so viele für uns beten!

Do., 14.03.2013

Hier ist es jetzt 6:15 Uhr, bei Euch schon 8 Stunden weiter. Ich bin schon lange auf, denn um 9:00 Uhr habe ich schon die erste Versammlung zum Thema „Hingabe“. Gestern Abend hatten wir eine Vorbereitungsversammlung. Die Gemeinde hat 90 Mitglieder. Wir hatten aber ca. 300 aufmerksame Zuhörer.

Heute Abend beginnt die Evangelisation in dem großen neuen Zelt. Auch die Kinderarbeit fängt heute Abend an. Noch etwas vorbereiten, frühstücken und dann geht’s los. Danke für alle Gebete!

Mi., 13.03.2013

Die erste Versammlung in der Kirche liegt hinter mir. Die Gemeinde hat 90 Mitglieder. Ca. 300 kamen zum Vorbereitungsgottesdienst. Der Zeltaufbau ist fast fertig. Über 2000 Plätze stehen zur Verfügung. Morgen früh predige ich noch mal in der Kirche. Am Abend geht's weiter im Zelt. Die Erwartungen sind groß.Die Polizei bewacht das Zelt.

Mi., 13.03.2013

Wir sind gut angekommen. Der Zeitunterschied beträgt 8 Stunden. Hier ist es jetzt fast 11 Uhr, bei Euch schon fast 19 Uhr. Heute Abend habe ich die erste Predigt.

Inzwischen wurde das Zelt provisorisch repariert. Die Gemeinde freut sich auf den Einsatz und wir glauben, dass Gott viel Frucht schenken wird.

Di., 12.03.2013

Kurz vor der Abreise von Wilhelm Pahls erreichte uns diese Nachricht aus Mexico: 

"Lieber Wilhelm, ich möchte Dir mitteilen, dass in unserer Kolonie viele dagegen sind, dass die Evangelisation durchgeführt wird. Gestern Abend kam ein Auto  - und sie haben das Zelt angezündet. Wir wissen nicht wer. Gott sei Dank, die Feuerwehr hat es gelöscht. Es ist nur ein Teil verbrannt."

Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. - Luk. 6,35

Am Dienstag, 12.03.2013, beginnt für mich und für meine drei jungen Begleiter (Johannes, Edgar und Hizni) die Reise nach Mexico.

Vor mir liegen zwei Evangelisationen. Johannes, Edgar und Hizni werden nicht nur in der Kinderarbeit, sondern an verschiedenen anderen Stellen mitarbeiten, wo sie gebraucht werden. Ich würde mich freuen, wenn viele für diesen Dienst beten würden! Weitere Infos hier

Wilhelm Pahls