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Autobiografie von Wilhelm Pahls, Teil 2

Liest man die Autobiografien von Politikern, so gewinnt man oft den Eindruck, sie wurden zur Rechtfertigung ihres früheren Handelns geschrieben. Der vorliegende Lebensbericht von Wilhelm Pahls hat dagegen einen ganz anderen Tenor. Hier schreibt jemand, um Gott zu danken, um ihm die Ehre zu geben und um dem Leser zu wichtigen Impulsen für das eigene Leben zu verhelfen. Diesem von Gott weltweit eingesetzten Mann, der sich in keine unserer vielen Schubladen pressen lässt, begegnete ich erstmals im Sommer 1978.

Ich führte als Neuling meine erste Zeltmission in Nienhagen, einem kleinen Heidedorf in der Nähe von Celle, durch. Dem Ruf zur Mitarbeit war ich nach einer Predigt von Paul Meyer, dem Gründer der Neulandmission Plettenberg, gefolgt. Ich hatte einem halben Einsatz zugestimmt; mehr traute ich mir zunächst nicht zu. Aufgrund von Änderungen sollte ich dann doch ein volles 10-Tage-Programm als Evangelist bestreiten. Wird das gutgehen? Ich hatte ja bisher keinerlei Erfahrungen in dieser Arbeit! Werden überhaupt Menschen kommen, und wird man das Gesagte akzeptieren?

Rückblickend denke ich noch sehr gerne an diesen Ersteinsatz zurück. Starke Unterstützung erhielt ich durch das Missionswerk Bruderhand im nahe gelegenen Wienhausen. Man lud Leute ein, kam selbst, und ein starker Chor bereicherte die Abende. Während dieser Tage kam ein sympathischer, freundlicher Mann auf mich zu und lud mich zu seiner Familie nach Hause zu einem Essen ein. Ich hatte ihn schon mehrmals unter den Zuhörern bemerkt. Dieser mir bis dahin unbekannte Mann war Wilhelm Pahls. Ich wusste damals nicht, dass ich bei dem m.E. größten Evangelisten des deutschen Sprachbereichs zu Gast war. Unvergesslich ist mir, wie er mich in meinem ersten evangelistischen Verkündigungsdienst ermutigt hat.

Später sind wir uns hier und da immer wieder begegnet und zu guten Freunden geworden. Seine Predigten habe ich oft bei Autofahrten zu eigenen Einsätzen gehört, weil sie anregend, ergreifend und motivierend auf mich wirkten.

Ich freue mich, dass mit diesem Buch nun der zweite Teil seiner Autobiografie vorliegt. Ich wünsche ihm eine starke Verbreitung, denn wer das beherzigt, was er hier gelesen hat, kann nicht mehr der Alte bleiben. Die Aussagen regen an und fordern heraus, bisherige Positionen zu überdenken. Wilhelm Pahls nimmt uns nicht nur hinein in eine bewegende und spannend zu lesende Lebensgeschichte; er buchstabiert mit uns die Schritte durch, die Gott ihn selbst geführt hat. Gott hat sich in Wilhelm Pahls ein Werkzeug erwählt und geformt, durch das im Laufe der Jahre Tausende zu Nachfolgern Christi wurden. Viele jener, die in seiner Seelsorge waren, stehen heute selbst im Verkündigungsdienst, im Gemeindedienst oder weltweit auf den Missionsfeldern, um die Ernte Gottes einzusammeln.

Die Biografie wirkt insbesondere authentisch, weil Wilhelm Pahls uns mit großer Offenheit in die verschiedenen Situationen seines Lebens hineinnimmt. Er spricht von Siegen, Niederlagen und Gefahren eines Evangelisten, von Hoffnungen und Ängsten, von Freude und Tränen.

Wer das Buch liest, fragt sich: Was ist das Geheimnis seines vollmächtigen Dienstes? Ich lese folgende markante Punkte heraus:
  • Die Bibel ist seine göttliche Informationsquelle, die er über alles stellt. Seine Verkündigung geschieht in unerschütterlicher Treue zum Wort Gottes, ohne auch nur den geringsten Tribut an den Zeitgeist zu entrichten.
  • Weiterhin hat er Bücher von großen Gottesmännern gründlich durchgearbeitet und von diesen Vorbildern so viel wie möglich gelernt und umgesetzt.
  • Er ist ein Mann des treuen Gebets.
  • Er ist ein Vollblutevangelist, der nicht auf Nebenschauplätzen kämpft, sondern einer, der eine volle Stunde nur über Bekehrung reden kann, ohne dass es irgendeinen langweilt. Die Hauptthemen »Wer bin ich Mensch?« und »Wer ist mein Retter?« bleiben unverrückbar im Zentrum der Botschaft – und zwar unabhängig davon, von welchem biblischen Text er ausgeht.
Wilhelm Pahls hat hier viele seiner Erfahrungen als Evangelist niedergeschrieben. Streckenweise könnte man dem vorliegenden Buch auch den Titel »Ratschläge für Evangelisten« geben – in Analogie zu Spurgeons Bestseller »Ratschläge für Prediger«.
Möge der Herr Jesus ihm noch lange die Gesundheit und Kraft erhalten, um in vielen Ländern die beste Botschaft, die es überhaupt gibt, zu verkündigen.
 
Dir. u. Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt
Braunschweig, im Sommer 2007