Berichte aus der Arbeit von Amadeus Vadonis

Mezgalciems ist ein kleiner Ort bei Liepaja, im äußersten Südwesten Lettlands. Am ersten Märzwochenende war ich dort, um zwei unterschiedliche Gruppen für die im Oktober 2018 geplante Evangelisation zu motivieren. Die erste Gruppe stammte aus der Baptistengemeinde Mezgalciems, die zweite aus einer Gemeinde in Nica, in der näheren Umgebung von Mezgalciems. Beide Gemeinden werden bei der Evangelisation im Herbst zusammenarbeiten.

An einem der Abende nutzte ich die Skizze von Wilhelm Pahls vom breiten und schmalen Weg. Sie ist ein hervorragendes Werkzeug, um das Evangelium zu erklären. Als ich damit fertig war, kam eine Frau namens Dina auf mich zu. Sie wollte unbedingt die handgemalte Skizze erhalten. Ich gab sie ihr. Am nächsten Abend erzählte mir Dina, was sie damit gemacht hatte. Sie erklärte nämlich mit Hilfe der Skizze ihrem ungläubigen Mann das Evangelium. Sie erzählte mir freudestrahlend, dass ihr Mann ihr zum ersten Mal überhaupt zugehört und dann gesagt hätte, er würde darüber nachdenken.

Ich habe viele Menschen erlebt, die neu von der Liebe zu Jesus entflammt wurden. Ich habe ihnen auch Werkzeuge in die Hand geben können, wie sie selber das Evangelium effektiv verkündigen können. Sie sind nun voller Erwartung für die Evangelisation im Oktober. Danke Euch allen für Eure Gebete!

Amadeus Vadonis [Echo 02/2018, April - Mai]

Mit zwei Gruppen von minderjährigen Flüchtlingen durfte ich Workshops durchführen. Die eine Gruppe war eine Willkommensklasse, die andere bestand hauptsächlich aus afghanischen Jugendlichen. Da es kurz vor Weihnachten war, machte ich Weihnachten zu unserem Thema.

Ich wusste, dass manche Redner schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Sie wollten über Jesus erzählen und wurden dafür niedergemacht. Jesus sei doch nur ein Prophet gewesen!

Ich nahm kein Blatt vor den Mund. Jesus ist der Sohn Gottes. Die Bibel bezeugt es. Ich führte die Jugendlichen Schritt für Schritt mit durch die Weihnachtsgeschichte. Ich ging auch auf die unter Muslimen bekannte Meinung ein, dass Gott mit Maria Verkehr gehabt haben soll, damit Jesus geboren werden konnte. Nein, so war es nicht. Die gesamte Weihnachtsgeschichte ist ein Wunder von Anfang bis zum Ende. Die Geschichte von Jesus ist die Geschichte Gottes, wie er uns Menschen auf eine übernatürliche Weise Rettung von unseren Sünden anbietet.

Alles, was ich sagte, unterlegte ich mit Texten aus der Heiligen Schrift. Ich wollte, dass die Jugendlichen erkennen, dass mein Glaube auf die Aussagen der Bibel aufbaut. Sie mögen vielleicht über mich spotten, aber ich glaube, dass Jesus gekommen und für uns gestorben und dann auferstanden ist, weil Gottes Wort es so sagt. Ich beendete die Workshops immer mit dem Hinweis auf das Kreuz. Ohne das Kreuz gäbe es die Krippe nicht. Ohne Ostern ergibt die Geburt von Jesus überhaupt keinen Sinn.

Die Reaktionen waren überwältigend. Die Jugendlichen und ihre Betreuer hörten mir sehr aufmerksam zu. Eine deutsche Betreuerin bedankte sich sehr herzlich und meinte, dass sie noch nie eine so klare Präsentation der Weihnachtsgeschichte gehört hätte. Ein 17-jähriger Afghane sagte nachher zu mir, dass er schon gewusst hatte, dass es um eine Geburt geht. Jetzt wisse er aber, dass es um die Geburt Jesu geht. Er wisse nun auch, weshalb Jesus gekommen sei.

Amadeus Vadonis [Echo 01/2018, Februar - März]

„Lieber Amadeus, vielen Dank für Deinen Besuch und Deinen Predigtdienst. Du hast es ja sicher selber bemerkt: Deine Predigt ist gut angekommen. Dein Thema‚ dass wir mutig nach vorne schauen sollen, kam für etliche der jungen Leute zur rechten Zeit und hat ihnen Mut gemacht für das, was vor ihnen liegt.“

Dieses Feedback hat mich sehr gefreut. Ich predigte in Eisenhüttenstadt über die Botschaft der Engel an die Jünger bei der Himmelfahrt Jesu. Jesus war nicht mehr leibhaftig unter ihnen. Alles sollte nun anders werden. Doch der Vergangenheit nachtrauern hilft nicht weiter. Stellt euch dem, was vor euch liegt, weil ihr den Verheißungen Gottes vertraut. Habt Mut, denn Jesus wird wiederkommen, wie er es gesagt hat.

Amadeus Vadonis [Echo 06/2017, Dezember - Januar]