Berichte aus der Arbeit von Stefan Gründel

Unter diesem Motto ließen wir in unserer Silvesterfreizeit das Jahr 2016 ausklingen.

Wir sprachen über Josef und darüber, wie man seinen Glauben auch in der Fremde siegreich leben kann. Rut war uns ein Beispiel für die gelungene Integration einer Flüchtlingsfrau in das Volk Gottes, denn sie verließ die Götzen ihrer Heimat und lernte den wahren Gott kennen und lieben.

Elia fragte damals: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten?“ Von Jona lernten wir, dass man nicht „Nein!“ sagen sollte, wenn Gott ruft und dass es bei Gott immer um Gnade geht. Hiskia und Petrus wurden uns zum Vorbild durch ihren Glaubensmut.

Wir sind mit der Gewissheit auseinandergegangen: Wenn wir auf Gottes Wegen gehen, können wir mit ihm rechnen und er geht mit uns durch dick und dünn. Er hat versprochen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (Matthäus 28,20).

Stefan Gründel [Echo, Febr. 2017]

Vom 22.-25. September war ich in Hohenwestedt und durfte in der Christlichen Versammlung das Evangelium verkündigen. Dabei fiel mir eine Statue vor dem Rathaus auf, die den „Utroper“ (Ausrufer) darstellt. Der Ausrufer hatte bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts öffentlich die Nachrichten ausgerufen.

Und genau das taten auch wir. Bei uns ging es nicht nur um irgendwelche Nachrichten, sondern um die Gute Nachricht.
Während des Wochenmarktes waren wir mit einem Büchertisch und einer Tafel in der Fußgängerzone und luden zur Evangelisation ein. Auf der Tafel zeigte ich den Menschen auf, wie groß Gottes Liebe ist und dass sie auch Ihnen gilt.

Eine Frau blieb mir dabei besonders im Gedächtnis. Sie versteckte sich zwischen ganz vielen Handtaschen, die an einem Verkaufsstand hingen und lauschte aufmerksam der Tafelpredigt. Man sah nur ihr Gesicht zwischen all den Taschen. Sie dachte sicherlich, dass man sie nicht sehen könne. Ich wünsche mir so sehr, dass Gottes Wort in ihr wirkt und nicht leer zurückkommt, wie der Herr es auch in Jesaja 55,11 versprochen hat.

An den Abenden predigte ich das Evangelium. Es gab einige Seelsorgegespräche und die Gemeinde wurde aufgebaut. Bitte betet weiter für einen geistlichen Aufbruch in Hohenwestedt.

Stefan Gründel [Echo, Dez. 2016]

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8).
Vom 03.-17. September waren Wilhelm und Johanna Pahls sowie ich mit einer fast 40-köpfigen Reisegruppe in Griechenland.

Wir hätten nicht gedacht, dass wir unter dem Motto „Auf den Spuren des Paulus“ das christliche Kinderlied „Seht mal meinen Regenschirm, ist der nicht schön?“ singen würden. Aber als wir in Beröa an der Stelle waren, an der Paulus wahrscheinlich gepredigt hat, öffnete der Himmel seine Schleusen. Und so standen wir im Eingangsbereich einer Kirche und fingen an, dieses Kinderlied zu singen. Wir halfen uns gegenseitig mit den Schirmen und kamen so einigermaßen trocken wieder in den Bus. Am Tag darauf regnete es noch heftiger, sodass wir wieder an dieses Lied erinnert wurden.

Das Kinderlied endet damit, dass wir als Christen unter Gottes Schirm am besten aufgehoben sind, denn er wacht bei Tag und Nacht über uns. Das durften wir auch auf dieser Reise erleben. Ein Reiseteilnehmer erlebte Gottes Eingreifen auf einer ganz besonderen Art und Weise: Er wurde überwältigt von der Liebe Gottes und lud Jesus Christus als Herrn in sein Leben ein.

So war es nicht nur beeindruckend, an den Orten zu sein, an denen Jesus durch den Apostel Paulus gewirkt hatte, sondern wir erlebten, dass er auch heute noch durch die Verkündigung wirkt.

Stefan Gründel [Echo Oktober-November 2016]