Berichte aus der Arbeit von Josef Drazil

Am Donnerstag, den 29. Juni, durfte ich am evangelistischen Abend einer Teenagerfreizeit predigen. Die Evangeliums-Christen-Gemeinde Hannover hatte mich schon im vergangenen Jahr eingeladen und ich freute mich, bekannte Gesichter zu sehen. Es gab ein herzliches Wiedersehen. Nach einigen Liedern kamen wir zum Thema des Abends: „Probleme über Probleme - Wie kann mir Jesus helfen?“

Durch die Predigt versuchte ich zu zeigen, dass jeder Mensch Probleme hat. Der Grund dafür ist, dass jeder ein Sünder ist. Die Sünde macht das Leben problematisch. Das größte Problem des Menschen ist aber das Sterben und die Ewigkeit. Ich habe die ersten 10 Zentimeter eines Wollknäuels rot abgeklebt und mit der kurzen Lebensspanne eines Menschen verglichen. Man wird geboren und wächst auf und fängt an sich Sorgen zu machen über die Schulbildung oder Ausbildung, über den richtigen Beruf, Unfallschutz und Rente, über mögliche schlechte Folgen einzelner Entscheidungen in der Anfangsphase des Lebens usw. Aber irgendwann ist das vorbei, sagte ich, und dann kommt die Ewigkeit: unendlich, unaufhörlich, unaufhaltsam. Dabei zog ich ununterbrochen am Wollfaden und wickelte ihn immer weiter auf.

Diese plastische Darstellung verfehlte ihre Wirkung nicht. Ein Junge blieb zurück, um sich zu bekehren. Wie ich erfahren durfte, war er das erste Mal auf einer solchen Freizeit. Das hat mich sehr gefreut und ich bete, dass er Schritte im Glauben machen darf. Soli Deo Gloria – kann man da nur sagen.

Josef Drazil [Echo, August - September 2017]

Von der Mennoniten-Gemeinde Bielefeld wurde ich eingeladen, an ihrem Jugendtag zu predigen. Am Tag vorher begannen wir mit evangelistischen Straßeneinsätzen.

Viermal konnte ich eine Open-Air-Predigt in der Fußgängerzone halten. Dabei blieben einige Leute stehen und manche hörten bis zum Schluss zu. Für die Jugendlichen der Gemeinde war es ein ermutigender Einsatz. Abends durfte ich ausführlich über meine Bekehrung berichten und einen Vortrag über die Verteidigung des Glaubens halten.

Das Generalthema des Jugendtags war „Warum Jesus?“. Der erste Vortrag war evangelistisch. Dabei ging es um die Einzigartigkeit Jesu und des Evangeliums. Eine Teilnehmerin reagierte auf den Aufruf und kam mit ihrer Freundin nach vorne. Andere folgten, um Seelsorge in Anspruch zu nehmen. Ein Jugendlicher kam, um sich zu bekehren. Nach dem zweiten Vortrag fing er mich ab und erzählte mir freudestrahlend, dass er sich bekehrt hat.

Im Anschluss an den zweiten Vortrag kamen einige Jugendliche zur Aussprache und wollten einen begleiteten Neuanfang im Glauben machen. Sünden wurden bekannt, aber es wurde auch um Rat wegen Zweifel und Anfechtungen gebeten.
Ich bin unserem Herrn sehr dankbar, dass er mir die notwendige Kraft für alle sechs Dienste gegeben und die Mühe gesegnet hat.

Josef Drazil [Echo, Juni 2017]

Eine größere Veränderung liegt für meine Frau Elli und für mich gerade hinter uns. Wir sind seit dem 22. August durch die Geburt von Lenn Benaja glückliche Eltern geworden.

Eine weitere Veränderung steht gerade vor uns. Ab dem 1. Okt. darf ich in der Christusgemeinde Gensingen (Mainz) in vielen Bereichen mitarbeiten. Besonders freue ich mich auf die wöchentliche missionarische Büchertischarbeit in Bad Kreuznach.

Die Geschwister der Baptistengemeinde sind mir während eines dreimonatigen Praktikums im Rahmen meines BFDs bei der Bruderhand sehr ans Herz gewachsen. Ich bleibe weiterhin zu 40% als Evangelist im Missionswerk Bruderhand tätig und halte Predigten, Evangelisationen und Vorträge zu biblischen Themen im deutschsprachigen Raum.

Mein Wunsch ist es, auch über die Landesgrenzen hinweg tätig zu werden, etwa in Tschechien, meinem Geburtsland, dem atheistischsten Land Europas. Bitte betet und haltet mit Ausschau nach Einsatzmöglichkeiten, damit noch viele dazugewonnen werden.

Josef Drazil [Echo Oktober-November 2016]