Berichte aus der Arbeit von Josef Drazil

Bei meinem dritten Dienst bei der Mannheimer Liebenzeller Gemeinschaft durfte ich erbauliche evangelistische Botschaften halten. Ich durfte sehr interessierte und aufmerksame junge Leute vor mir haben.

An einem Abend hatten wir auch einen längeren Austausch über die Verteidigung des Glaubens. Die Teenager und Jugendlichen hatten viele Fragen. Einmal mehr ist mir klar geworden, wie wichtig eine vernünftige Darlegung und Verteidigung unseres Glaubens ist – gerade für junge Gemeindeglieder. Sie sind in ihren Schulen, Sportvereinen und Ausbildungsplätzen nahe an anderen jungen Menschen dran. Das sind Menschen, die mittlerweile in den meisten Fällen mit einer Geringschätzung des christlichen Glaubens aufwachsen. Wenn unsere jungen Gemeindeglieder selbst nicht fest sind und volle Gewissheit ihres Glaubens haben können, wie sollen sie da mutig von ihm erzählen?

Eines wird mir immer klarer: Die Dringlichkeit, unsere jungen Geschwister zuzurüsten, wächst von Jahr zu Jahr. Wenn wir das versäumen, ernten wir schwache und unsichere Gläubige und im schlimmsten Fall verlieren wir sie.

Josef Drazil [Echo 01/2018, Februar - März]

1Am 23. Oktober lief wieder das Volksfest in Mannheim an. Eine Gemeinschaft der Liebenzeller Mission ist schon seit langer Zeit mit einem Bücherstand auf dem Festgelände vertreten und hat mich auch dieses Jahr zu einer Freiluft-Evangelisation eingeladen.

Dieses Jahr kamen mehrere Freunde des Missionswerkes Bruderhand, die in der Nähe wohnen. Einige verteilten evangelistische Flyer und andere standen bei den Tafelbotschaften dabei und hörten zu. Das animierte andere, ebenfalls stehenzubleiben und zuzuhören.

Zwei Mädchen standen in der Nähe und hörten lange aufmerksam zu. Ich fragte sie, ob sie alles verstanden hätten. Sie bejahten es. Daraufhin erklärte ich ihnen anhand einer Zeichnung auf dem Flipchart den Heilsweg und fragte, ob sie das glauben würden. Sie beteuerten ihren Glauben an Jesus, worauf ich ihnen einige wichtige Ratschläge für die Nachfolge mit auf den Weg gab. Betet bitte, dass diese Tür für das Evangelium noch lange offen bleibt.

Josef Drazil [Echo 06/2017, Dezember - Januar]

Am Donnerstag, den 29. Juni, durfte ich am evangelistischen Abend einer Teenagerfreizeit predigen. Die Evangeliums-Christen-Gemeinde Hannover hatte mich schon im vergangenen Jahr eingeladen und ich freute mich, bekannte Gesichter zu sehen. Es gab ein herzliches Wiedersehen. Nach einigen Liedern kamen wir zum Thema des Abends: „Probleme über Probleme - Wie kann mir Jesus helfen?“

Durch die Predigt versuchte ich zu zeigen, dass jeder Mensch Probleme hat. Der Grund dafür ist, dass jeder ein Sünder ist. Die Sünde macht das Leben problematisch. Das größte Problem des Menschen ist aber das Sterben und die Ewigkeit. Ich habe die ersten 10 Zentimeter eines Wollknäuels rot abgeklebt und mit der kurzen Lebensspanne eines Menschen verglichen. Man wird geboren und wächst auf und fängt an sich Sorgen zu machen über die Schulbildung oder Ausbildung, über den richtigen Beruf, Unfallschutz und Rente, über mögliche schlechte Folgen einzelner Entscheidungen in der Anfangsphase des Lebens usw. Aber irgendwann ist das vorbei, sagte ich, und dann kommt die Ewigkeit: unendlich, unaufhörlich, unaufhaltsam. Dabei zog ich ununterbrochen am Wollfaden und wickelte ihn immer weiter auf.

Diese plastische Darstellung verfehlte ihre Wirkung nicht. Ein Junge blieb zurück, um sich zu bekehren. Wie ich erfahren durfte, war er das erste Mal auf einer solchen Freizeit. Das hat mich sehr gefreut und ich bete, dass er Schritte im Glauben machen darf. Soli Deo Gloria – kann man da nur sagen.

Josef Drazil [Echo, August - September 2017]