Berichte aus der Arbeit von Josef Drazil

Eine größere Veränderung liegt für meine Frau Elli und für mich gerade hinter uns. Wir sind seit dem 22. August durch die Geburt von Lenn Benaja glückliche Eltern geworden.

Eine weitere Veränderung steht gerade vor uns. Ab dem 1. Okt. darf ich in der Christusgemeinde Gensingen (Mainz) in vielen Bereichen mitarbeiten. Besonders freue ich mich auf die wöchentliche missionarische Büchertischarbeit in Bad Kreuznach.

Die Geschwister der Baptistengemeinde sind mir während eines dreimonatigen Praktikums im Rahmen meines BFDs bei der Bruderhand sehr ans Herz gewachsen. Ich bleibe weiterhin zu 40% als Evangelist im Missionswerk Bruderhand tätig und halte Predigten, Evangelisationen und Vorträge zu biblischen Themen im deutschsprachigen Raum.

Mein Wunsch ist es, auch über die Landesgrenzen hinweg tätig zu werden, etwa in Tschechien, meinem Geburtsland, dem atheistischsten Land Europas. Bitte betet und haltet mit Ausschau nach Einsatzmöglichkeiten, damit noch viele dazugewonnen werden.

Josef Drazil [Echo Oktober-November 2016]

Ich freue mich sehr über das große Interesse unter Christen, die den Islam als eine wachsende Herausforderung wahrnehmen. Das zeigte sich am sehr gut besuchten Islamseminar vom 02.-04. September. Gerade am Samstag hätten es gar nicht mehr sein dürfen, da unser „Atrium“ platzmäßig ausgelastet war.

Dündar Karahamza konnte nach einer Erkrankung auch da sein, eine gründliche Einführung in den Islam geben und die Gäste besonders mit seinem Bekehrungsbericht bewegen. Ich hatte mir vorgenommen, massiv in die islamischen Quellen einzusteigen und von da aus zu zeigen, dass der Koran sich in vieler Hinsicht selbst widerlegt.

Der Koran kann kein objektiver Maßstab der Wahrheit sein, weil sich Allah sich den größten aller Täuscher nennt. Zudem stellt er die Trinität gravierend falsch durch Allah, Jesus und Maria dar. Bei seiner Überlieferung gingen nachweislich weite Teile verloren, obwohl Allah im Koran versprochen hat, ihn zu bewahren. Außerdem bestätigt er die Schriften der Bibel, die ihm aber grundlegend widersprechen u.v.m.

Am Sonntag gab es eine Darlegung des Evangeliums mit notwendigen Betonungen für Muslime und wie man unnötigen Anstoß vermeiden kann. Besonders gefreut hat mich das Zeugnis, dass Dündar und ich uns gut ergänzt hätten.

Josef Drazil [15.09.2016]

Wenn der Naturalismus "wahr" sein und tatsächlich alles eine natürliche Ursache haben soll, dann ist man aufgrund der Gesetze der Physik, Chemie und Biologie gezwungen, für "wahr" zu halten, was auch immer man für "wahr" hält - auch den Naturalismus selbst. Wahrheit an sich gibt es nicht. Sie ist eine subjektive Illusion, die sich aufgrund natürlicher Mechanismen zufällig eingestellt hat und wegen ihrem Erfolg im Überlebenskampf und in der Weitergabe von Genen erhalten geblieben ist. Gedanken selbst sind nichts weiter als zufällig entstanden Nebenprodukte elektrochemischer Reaktionen in einer ebenfalls zufällig aus "Sternenstaub" entstandenen grauen Masse unter einer Schädeldecke.

Niemand kann behaupten und dafür argumentieren, dass der Naturalismus wahr ist. Der Naturalismus zerstört jegliche Grundlage, irgendetwas rational als wahr begründen zu können. Er untergräbt jegliche Grundlage für vernünftige Argumentation selbst. Es ist eine selbstwiderlegende Weltsicht und Ausgangsposition, weil sie in der logischen Konsequenz zum selbstwiderlegenden Skeptizismus führt: "Ich weiß, dass ich nichts weiß". Hier weiß der Mensch ETWAS und weiß NICHTS (auf die gleiche Weise zur gleichen Zeiten). Der Naturalismus ist selbstwiderlegend und würde wahres Wissen unmöglich machen. Er ist gleichbedeutend mit intellektuellem Suizid, denn er kann nur wahr sein, wenn er falsch ist.

Die biblische Weltanschauung hat eine absolute Grundlage für wahres Wissen und Freiheit der Gedanken. Der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen und reflektiert dessen Fühlen, Wollen und Denken. Der Mensch ist in der Lage Gottes Gedanken und Ansichten durch Offenbarung zu empfangen und zu verstehen. Gott offenbart sich durch sein ewiges Wort, dass in Jesus Christus Mensch wurde (Joh 1,1.14). Darum ist Jesus, der ewige Logos Gottes, die Quelle allen Wissens:

"In Christus Jesus sind verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis." (Kolosser 2,3)

Etwas Verborgenes aufzudecken, ist eine Offenbarung. Ohne Offenbarung Gottes durch Jesus, kann nichts Wahres gewusst werden.