Berichte aus der Arbeit von Christian Kutsch

Während ich diesen Bericht schreibe, befinde ich mich in meinem längsten zusammenhängenden Außendienst. Ich bin den ganzen Januar über in Paraguay auf einem Camp in Tres Palmas. Dort finden schon seit über 30 Jahren Freizeiten der örtlichen Mennoniten-Kolonien statt.

In diesem Jahr wurde ich als Redner eingeladen. Vor dem Abflug war ich schon etwas nervös, da ich noch nie so eine weite Reise angetreten habe. Nach einem 12-stündigen Flug wurde ich herzlich von meinen Gastgebern begrüßt. Danach ging es ca. 5 Stunden mit dem Auto nach Tres Palmas, wo schon die anderen Teammitglieder im Camp warteten.

Kurz darauf kamen schon die ersten Jugendgruppen. Mit diesen jungen Leuten verbrachten wir die nächsten Tage im Camp. Es gab Freizeitbeschäftigungen wie Volleyball, Fußball und andere Aktivitäten. Jeweils abends und morgens hielt ich eine Themenpredigt. Danach boten wir den Teilnehmern die Möglichkeit für seelsorgerliche Gespräche an. Das Angebot wurde auch in Anspruch genommen.

Für mich ist dieser Dienst eine besondere Erfahrung, da es eine sehr intensive Zeit ist. Aufgrund des Klimas bin ich ziemlich erschöpft und fühle mich nicht immer fit, um zu predigen. Doch der Herr wirkt und schenkt Gelingen.

Christian Kutsch [Echo, Febr. 2017]

Von der Evangelischen Freikirche in Augustdorf wurde ich als Redner zur Evangelisation eingeladen. Die spannende Frage ist vorher immer, was in diesen Tagen wohl passieren wird.

Wir können uns gut vorbereiten, alles planen und Einladungen verteilen. Doch trotz allem wissen wir, dass wir von unserem Herrn und Heiland Jesus Christus voll und ganz abhängig sind. 

Jesus sagte in Johannes 15,5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Die Frucht ist Gottes Werk und wir sind seine Werkzeuge. 

Jesus Christus hat in diesen Tagen durch seinen Geist Menschen von ihrer Sünde und Lauheit überführt, sodass einige das seelsorgerliche Gespräch in Anspruch nahmen. Es waren vor allem Teenager, die bußfertig zu Jesus kamen. Es hat mich berührt, zu sehen, dass junge Menschen genau wissen, was Sünde bedeutet und dann diese Jesus bekennen, um Vergebung zu erlangen. Wer weiß, welche Gefäße der Herr zu seiner Ehre aus diesen Teenagern machen wird.

Christian Kutsch [Echo, Dez. 2016]

Unter diesem Motto fand vom 09.-11. September eine Jugendfreizeit in Wesendorf statt. Peter Isaak aus Lemgo, dem die Jugendarbeit sehr am Herzen liegt, stellte den Kontakt zu meiner Heimatgemeinde in Gifhorn her, um ein Wochenende für Jugendliche zu veranstalten und ihnen Christus näher zu bringen. Es wurde viel organisiert mit dem Wissen, dass wir von Jesus abhängig sind. Und Jesus enttäuschte uns nicht.

Bei sommerlichen Temperaturen und strahlend blauem Himmel erlebten ca. 90 Jugendliche aus den Gemeinden Gifhorn, Hannover, Wismar, Kiel, Sehnde und Lemgo eine tolle Gemeinschaft. Zur geistlichen Stärkung dienten verschiedene Workshops und Einsätze. Für viele war es eine sehr gute Erfahrung. In meinen Predigten lud ich die Leute zur Seelsorge ein. Manche Jugendliche nahmen das Angebot in Anspruch.

Besonders freute ich mich über ein junges Mädchen, die von ihrer Schulkameradin eingeladen wurde. Sie war von der wunderbaren Gemeinschaft total berührt. Doch am meisten wurde sie von dem überwältigt, was Christus für sie getan hat. An diesem Wochenende traf sie eine Entscheidung für ein Leben mit Jesus. In der Feedback-Runde der Mitarbeiter war uns allen klar, dass wir so ein Wochenende auf jeden Fall nochmals veranstalten möchten.

Christian Kutsch [Echo Oktober-November 2016]

Für die Zeit vom 10-12.06.2016 hatte mich die Gemeinde in Neuwied-Irlich als Evangelist zu drei Vorträgen eingeladen. Im Vorfeld wurde viel für das Wochenende gebetet und fleißig eingeladen. Das sind wichtige Aufgaben, die wir als Kinder Gottes in Verantwortung vor dem Herrn übernehmen können.

Der Heilige Geist überführt Menschen von ihrer Sünde, der Vater zieht die Verlorenen zu Christus und dieser ruft mit einem heiligen Ruf in die Nachfolge. Unsere Aufgabe besteht darin, die verlorenen Menschen einzuladen und ihnen das Evangelium näherzubringen. Genau das erweist sich manchmal als ziemlich schwierig. Für jemanden, der nicht gut die Gemeinde und ihre Mitglieder kennt, ist es eine sehr große Überwindung, zu einer Veranstaltung dort hinzugehen. Wenn wir als Christen guten Kontakt zu ihnen haben, fällt es ihnen nicht allzu schwer, mit uns die Gemeinde zu besuchen.

Am meisten hatte ich mich auf den Freitagabend gefreut. Dieser war besonders für Jugendliche geplant. An diesem Abend bekehrten sich einige, die von Schulkameraden eingeladen wurden. Wäre der Kontakt zu ihnen nicht so gut, hätten sie sich bestimmt nicht von den Gläubigen einladen lassen. Wie wichtig ist es doch für uns als Menschenfischer, dass wir Kontakte zu Menschen zu haben.

Christian Kutsch

Über die Einladung zur Evangelisation in Stuttgart vom 03.03.-06.03.2016 habe ich mich gefreut, da ich auch schon letztes Jahr dort war. Es bestand bereits ein gewisses Vertrauensverhältnis zur Gemeinde.

Wenn ich als Evangelist eingeladen werde, schlage ich gewöhnlich der Gemeinde einige Themen vor. In diesem Fall war es so, dass die Gemeinde mir die Themen vorgab. Ich war somit herausgefordert, vier neue Predigten auszuarbeiten. Da ich wegen anderer Dienste zeitlich ziemlich ausgelastet war, machte ich mir ein wenig Sorgen. Doch wir Christen wissen ja, an wen wir unsere Sorgen abgeben dürfen. Als ich mich dann vorbereitete, klappte es wirklich gut, sodass ich zügig mit der Vorbereitung vorankam.

In Stuttgart wurde ich herzlich empfangen und war gespannt, wie die Tage verlaufen würden. Ich war etwas nervös, da alle Themen für mich neu waren, doch der Herr enttäuschte mich nicht. Ich kam sehr gut mit den neuen Predigten zurecht und durfte Gottes Hilfe erfahren.
An den ersten zwei Abenden bekehrte sich niemand. Das kann schon entmutigen, aber wir beteten und vertrauten weiter. Als ich am Samstag nach der Predigt wieder zur Bekehrung einlud, folgten viele dem Aufruf. Darüber freuten wir uns. Wir beteten, dass der Herr auch am Sonntag wirken möge. Auch dieses Gebet wurde erhört und es kam wieder zu Bekehrungen und Neuhingaben. Dankbar schauen wir auf diese Tage zurück, an denen Jesus gewirkt hat.

Christian Kutsch [Echo, April-Mai 2016]