Berichte aus der Arbeit von Christian Kutsch

In Deggendorf durfte ich mit zwei Gemeinden eine Evangelisation durchführen. Als Redner hat man eine gewisse Erwartungshaltung und möchte sehen, dass viele Menschen eine klare Entscheidung für Christus treffen.

An einem Abend waren ziemlich viele Besucher da. So hatte ich natürlich große Hoffnung, dass viel passieren müsste. Denn je mehr Leute dort sind, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass viele Unbekehrte auf den Stühlen sitzen. Umso größer war meine Enttäuschung, als niemand dem Aufruf folgte.

An dem Abend schrieb mir Wilhelm Pahls, dass das Wort Gottes nicht leer zurückkommen würde. Und das stimmt. Am nächsten Morgen durfte ich hören, wie am Abend zuvor ein Junge sich nach der Predigt zu Hause bekehrte. Wir müssen immer das Evangelium verkündigen, denn es hat die Kraft, die neues Leben schenkt.

Christian Kutsch [Echo 06/2017, Dezember - Januar]

Als ich im Januar in Paraguay war, hätte ich nicht gedacht, dass ich dieses Jahr wieder nach Südamerika kommen würde. Wilhelm Pahls wurde zu einer Evangelisation nach Bolivien eingeladen. So kam es dazu, dass ich eine zweite Evangelisationswoche in einer anderen Gemeinde übernehmen konnte. Zu viert (Wilhelm Pahls, Amadeus Vadonis, Michael und ich) stiegen wir am 20. Juli in den Flieger Richtung Bolivien. 

Die erste Woche begleitete ich Wilhelm während seiner Evangelisation und in der zweiten Woche begann meine Evangelisation. Als ich dann zu Beginn hörte, dass die Gemeinde nur aus 38 Mitgliedern bestehen würde, war ich zunächst sehr entmutigt. Ich fragte mich, was wäre, wenn kaum Gäste kämen und dann auch nicht alle Gemeindemitglieder bei der Veranstaltung dabei sein würden? Doch der Herr baut sein Reich. Wir müssen nur treu sein. So staunte ich jeden Abend, dass in dieser jungen Gemeinde die Sitzbänke immer voll waren.

Ich fragte mich schon, woher die ganzen Leute kamen. Doch noch mehr als über den Besuch freute ich mich über diejenigen, die nach dem Aufruf zum Seelsorgeraum kamen und sich für Jesus entschieden. Es übertraf unsere Erwartungen und die Gemeinde wurde in dieser Zeit sehr ermutigt. Ich kann Jesus für diese gesegnete Zeit in Bolivien nur danken.

Christian Kutsch [Echo, Oktober - November 2017]

Im Juni war ich von der Efa-Gemeinde (Evangelium für alle) in Nürtingen zu evangelistischen Vorträgen eingeladen. Diese Gemeinde besteht aus ca. 40 Mitgliedern und evangelisiert in regelmäßigen Abständen. Ich durfte nun zum zweiten Mal als Redner bei ihnen sein.

Der Samstag war mit Grill- und Spielenachmittag speziell auf die Jugend ausgerichtet. So konnten wir bei wunderschönem Wetter eine tolle Gemeinschaft genießen. Doch das Hauptanliegen war natürlich die Rettung des Sünders. Nach dem Aufruf zur Entscheidung ging ich in den Seelsorgeraum und betete, dass Gott durch seinen Geist von Sünde überführen möchte. Das geschah dann auch. Mit einem freudestrahlenden Gesicht betrat ein junger Mann den Raum. Seine Frau hatte sich bei der letzten Evangelisation bekehrt. An diesem Sonntag traf er eine Entscheidung für Christus. Ich durfte seine Freude darüber miterleben. Freude war an diesem Tag auch bei den Engeln im Himmel.

Christian Kutsch [Echo, August - September 2017]

Gott hat alles unter Kontrolle. Er kommt nie zu spät und seine Rechnungen gehen immer auf. Viele Erfahrungsberichte hält die Bibel für uns bereit, um uns Gottes fürsorglichen Charakter deutlich zu machen. Ihm dürfen wir voll und ganz in allen Situationen vertrauen. Die Armee von Gideon wurde vom Herrn zunächst von 32.000 auf 10.000 und dann auf 300 Mann „stark“ gemacht. Hat sich Gott da vielleicht verrechnet? Kann diese Rechnung aufgehen? Ja, denn mit Gott kann man immer rechnen.

Diese Erfahrung durfte ich während unserer Teenagerfreizeit „Fit for Live“ machen.  Wir hatten eigentlich zu wenige Mitarbeiter. Problematisch war das bei den Ausflügen, da wir auf Autos und Fahrer angewiesen waren. Also rechnete ich hin und her, plante zusätzlich FSJler als Fahrer ein und fragte im privaten Umfeld nach PKWs. Als dann noch ein interessierter Käufer für unseren Passat, auftauchte, schien meine ganze Planung umsonst gewesen zu sein. Doch Gottes Plan funktioniert immer. Und so kam es, dass sich noch zwei Mitarbeiter bereit erklärten, mit zu den Ausflügen zu kommen, die nicht eingeplant waren. So standen uns also genügend Fahrer und Autos zur Verfügung. Wo ich schon in meinem Kleinglauben Ausflüge absagen wollte, stellte Gott doch alles bereit. Mit Gott geht jede Rechnung auf.

Dieses Jahr hatten wir 27 Teilnehmer, von denen 11 zum ersten Mal dabei waren. Fünf absolvierten und einige von ihnen erklärten sich sofort bereit, als Mitarbeiter für die nächsten Teenagerfreizeiten mitzuwirken. Es ist schön, die „Frucht“ aus so einer Freizeit zu beobachten.
Christian Kutsch [Echo, Juni 2017]

Während ich diesen Bericht schreibe, befinde ich mich in meinem längsten zusammenhängenden Außendienst. Ich bin den ganzen Januar über in Paraguay auf einem Camp in Tres Palmas. Dort finden schon seit über 30 Jahren Freizeiten der örtlichen Mennoniten-Kolonien statt.

In diesem Jahr wurde ich als Redner eingeladen. Vor dem Abflug war ich schon etwas nervös, da ich noch nie so eine weite Reise angetreten habe. Nach einem 12-stündigen Flug wurde ich herzlich von meinen Gastgebern begrüßt. Danach ging es ca. 5 Stunden mit dem Auto nach Tres Palmas, wo schon die anderen Teammitglieder im Camp warteten.

Kurz darauf kamen schon die ersten Jugendgruppen. Mit diesen jungen Leuten verbrachten wir die nächsten Tage im Camp. Es gab Freizeitbeschäftigungen wie Volleyball, Fußball und andere Aktivitäten. Jeweils abends und morgens hielt ich eine Themenpredigt. Danach boten wir den Teilnehmern die Möglichkeit für seelsorgerliche Gespräche an. Das Angebot wurde auch in Anspruch genommen.

Für mich ist dieser Dienst eine besondere Erfahrung, da es eine sehr intensive Zeit ist. Aufgrund des Klimas bin ich ziemlich erschöpft und fühle mich nicht immer fit, um zu predigen. Doch der Herr wirkt und schenkt Gelingen.

Christian Kutsch [Echo, Febr. 2017]