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Ein besonderer Höhepunkt war für mich die Evangelisationswoche in Recklinghausen (So. 12.04.-Fr. 17.04.2015), bei der ich als Evangelist tätig sein durfte. Mehrere trafen eine Entscheidung für Jesus.

An einem Abend kam ein 80jähriger Mann, um sich zu bekehren. Er gehört zur evangelischen Kirche, hatte dort früher etwas mitgearbeitet und las regelmäßig in der Bibel. Seine Schwester und ihr Mann aus Waiblingen, Raum Stuttgart, hatten ihn ermutigt, zur Evangelisation zu gehen. Beide hatten sich aufgrund eines Einsatzes der Bruderhand bekehrt.

Dieser Mann sagte, dass er schon oft Jesus seine Sünden bekannt, ihn aber noch nie in sein Leben aufgenommen hatte. Ihm war klar, dass er auf dem breiten Weg ist, der in die Verdammnis führt. Nach dem Übergabegebet konnte er überglücklich und für seine Errettung danken. Er war so dankbar, dass er diesen Tag erleben durfte. Später schrieb er für unser Mitteilungsblatt Echo einen Artikel, in dem er von diesem Tag berichtete. Wie gut ist es doch zu evangelisieren und Menschen den Weg der Rettung zu zeigen!

Manfred Röseler

Wie können wir das Evangelium so vielen Menschen bringen? Ein solcher Einsatz muss gut vorbereitet sein.

Die Bibel-Mission in Niedernberg hat ein solches Projekt vorbereitet. Es wurden Kontakte zu über 60.000 Menschen geknüpft, denen die persönliche Evangelisation ein Anliegen ist und die sich an dem Projekt 1:10 beteiligen möchten.

Das Projekt beinhaltet, dass eine Person zu zehn anderen Personen Kontakte aufbaut und regelmäßig für sie betet. Die Zeit um Weihnachten und Neujahr ist eine gute Zeit, um Geschenke zu machen. In dieser Zeit werden im Zusammenhang mit dem Projekt 1:10 viele Besuche gemacht und Geschenke weitergegeben. Gleichzeitig wird die Möglichkeit genutzt, seinen Bekannten die Botschaft des Evangeliums zu erklären.

Das Missionswerk Bruderhand unterstützt dieses Projekt. Das bedeutet, dass wir 640.000 evangelistische Verteilschriften dafür zur Verfügung stellen.

Zu den Einsatzländern gehören Russland, Weißrussland, Kasachstan, Tadschikistan, Ukraine, Moldawien und Rumänien. Auch die besetzten Gebiete in der Ostukraine sollen versorgt werden.

Wir freuen uns, dass viele aus unserem Freundeskreis bereit sind, dieses Projekt finanziell zu unterstützen. Doch noch wichtiger ist die Unterstützung im Gebet. Wir danken allen, die mit dafür beten, dass die Botschaft wie ein Samenkorn ist, das in die Erde fällt, aufgeht und viel Frucht bringt.

Manfred Röseler [16.12.2015]

So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott. – Lukas 12,21

Die Felder des reichen Kornbauern hatten gut getragen. Ist das nicht erfreulich? Wenn ein Landwirt eine gute Ernte eingefahren hat, ein Geschäftsmann einen guten Umsatz erarbeitet oder ein junger Mensch einen guten Ausbildungsplatz gefunden hat, kann uns das nur dankbar stimmen. Der reiche Kornbauer vergrößerte seine Lagerhallen und füllte sie. Damit wusste er, dass er nun für viele Jahre ausgesorgt hatte. Doch hatte er wirklich ausgesorgt? Konnte ihm sein Reichtum die Sicherheit geben, nach der er sich sehnte?

Der Kornbauer hatte gerechnet, sich aber dennoch gründlich verrechnet. Er hatte ein Vermögen angehäuft, das für Jahre ausreichen würde, aber nicht über den Tod hinaus genügen konnte. Gerade als er innerlich zur Ruhe gekommen war, sagte Gott zu ihm: „Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?“

Wenn unser Leben zu Ende geht, zählt nicht mehr, was sich auf unserem irdischen Bankkonto befindet, sondern das, was sich auf dem himmlischen befindet. Derjenige ist ein Narr, der sich nur um dieses irdische Leben sorgt, anstatt sich auf die Ewigkeit vorzubereiten. Unser irdisches Vermögen vergeht, unser himmlisches aber bleibt. Darum ist es wichtiger, Schätze im Himmel zu besitzen, als Schätze auf der Erde. Jesus sagte, dass wir bei Gott reich werden sollen. Was bedeutet das? Wie geschieht das?

Die wichtigste Bedingung, um bei Gott reich zu werden, ist, durch Jesus ein Kind Gottes zu werden. Wer ein Kind Gottes geworden ist, der ist auch ein Erbe Gottes, denn er gehört zur königlichen Familie (vgl. Römer 8,17; Galater 3,29; 4,7; Epheser 1,11; Kolosser 3,24). Wir benötigen einen klaren Blick, um diesen Reichtum zu erkennen. Darum betete Paulus folgendermaßen für die Epheser:

„Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist“ (Epheser 1,18).

Machen wir es uns bewusst: Selbst der geringste Schatz im Himmel ist bereits mehr wert, als der größte Schatz auf Erden. Wenn das so ist – wollen wir uns dann nicht dafür einsetzen, dass sich Menschen, statt um irdische Reichtümer zu sorgen, um den wahren Schatz sorgen, der im Himmel für sie bereitliegt?

Eine weitere Bedingung, um reich zu werden, ist unsere Treue. Gott hat uns mit Zeit, Begabungen und irdischen Gütern beschenkt und er möchte, dass wir sie in Treue für den Bau seines Reiches einsetzen. Bei dem zukünftigen Preisgericht wird einmal unsere Treue belohnt werden. Wem viel anvertraut wurde, von dem wird auch viel erwartet.

Der reiche Mann hat sich über die ewigen Reichtümer keine Gedanken gemacht und war somit trotz seines irdischen Reichtums in Wirklichkeit bettelarm.
Haben wir nicht eine wunderbare Nachricht, die wir den Menschen weitergeben dürfen? Wer hier auf der Erde arm ist, darf in geistlicher Hinsicht unvorstellbar reich werden. Wer sich hier als reich einstuft, muss erkennen, wie arm er ohne Jesus ist.

Jesus beschenkt jeden, der zu ihm kommt, unendlich reich. Hast du ihn angenommen? Möchtest du von diesem Geschenk anderen weitersagen?

Manfred Röseler [Echo Okt./Nov. 2014]